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Samstag, 18. November 2006

Seelenschmeichler und heiße Wohltäter bei Kälte und Schnee!

„Wer Tee trinkt, vergißt den Lärm der Zeit." Chinesisches Sprichwort

Besonders in der kalten Jahreszeit ist Tee als wärmendes Getränk sehr beliebt. Denn eine gute Tasse Tee gibt selbst dem nebeligsten Herbsttag ein bisschen Sonnenschein. Und: Tee kann vor allem im Herbst und Winter auch dabei helfen Krankheiten vorzubeugen.

Österreicher sind (auch) Teetrinker
Ob der erste Tee in China, Japan oder Indien getrunken wurde, ist bis heute nicht klar. Über die Entstehung des Teetrinkens gibt es jedoch einige Legenden, die ins alte China zurück reichen. Die erste schriftliche Aufzeichnung aus China über das legendäre Kraut stammen aus dem Jahre 780 nach Christi.
In Österreich gehörte Tee erst im Biedermeier zum guten Ton in den Salons. In England ist die Tea Time noch heute fixer Bestandteil des Tagesablaufs und wird gerne mit Muffins, Scones, Sandwiches und einer großen Kanne Schwarztee zelebriert.

Obwohl die Österreicher eingefleischte Kaffeetrinker sind, erfreut sich der Tee auch hierzulande immer größerer Beliebtheit - rund 2.200 Tonnen Früchte- und 1.700 Tonnen Schwarztee werden pro Jahr in Österreich getrunken. Und die Tendenz ist weiter steigend.

Tee - schmeckt gut, tut gut

Als der Tee zu Beginn des 17. Jahrhunderts von den Holländern nach Europa gebracht wurde, wurde er als Medizin grammweise in der Apotheke verkauft. Und das scheinbar nicht zu Unrecht, denn gerade in jüngster Zeit beschäftigen sich Wissenschafter in verschiedenen Forschungsprojekten mit der gesundheitsfördernden Wirkung des Tees.

Dem Tee werden viele heilsame Eigenschaften zugewiesen. Tee wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, blutzucker- und cholesterinsenkend und soll sogar helfen Krebs vorzubeugen.

Aber nicht nur der so beliebte unfermentierte Grüntee ist gesund. Auch der klassische, fermentierte Schwarztee zeigt dieselben positiven Wirkungen auf den menschlichen Organismus.

Fit und munter - mit Tee!
Tee ist im Vergleich zu Kaffee relativ koffeinarm (pro Tasse ca. 0,03 bis 0,07 Gramm). Das im Tee enthaltene Thein ist an Gerbsäure gebundenen und meist besser verträglich als das Koffein im Kaffee.

Je nachdem, wie lange man Tee ziehen lässt, hat er eine entspannende (länger als 3 Minuten) oder anregende Wirkung (kürzer als 3 Minuten!). Tee steigert die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit, belastet Herz und Kreislauf jedoch weit weniger als Kaffee und wirkt zudem langsamer und damit länger. Lässt man Tee länger ziehen, hat er außerdem eine beruhigende Wirkung auf den Darm.

Tipps zum Kaufen, Lagern und Zubereiten von Tee

• Kaufen Sie nur kleine Mengen Tee. Lieber weniger, aber dafür öfter lautet die Devise.
• Nicht in der Nähe von Gewürzen und Kräutern lagern, der Tee nimmt sonst leicht einen anderen Geruch an.
• Tee am besten in einer gut verschließbaren Teedose aufbewahren.
• Die richtige Dosierung ist das A und O der Zubereitung. Ein gehäufter Teelöffel pro Tasse genügt.
• Früchtetee nur mit sprudelndem kochenden Wasser Aufgießen, bei Grüntee das Wasser auf etwa 60°C abkühlen lassen.
• Die Ziehzeit sollte in der Regel 8-10 Minuten betragen. Bei höherer Dosierung entsprechend länger.
• Benutzen Sie für jede Teeart stets eine eigens dafür bestimmte Teekanne. Spülen Sie diese niemals mit Geschirrspülmittel aus.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 10. August 2008 )
 
 
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