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Mit einem Teller Salat stillt man den ersten Hunger auf sehr bekömmliche und nicht belastende Weise. Salat ist für Andrea Karrer die Küche der Sonne und der langen und schlanken Tage und sie verrät ihre besten Salatrezepte.
Beruf des "Salatkünstlers"
Wer sagt da noch, das etwas das einem gut tut, entweder unmoralisch ist oder dick macht? Gibt es etwas, das kulinarisch korrekter und Schlankheit bewahrender wäre als Salat?
Der Trick dabei: Mit einem Teller Salat stillt man den ersten Hunger auf sehr bekömmliche und nicht belastende Weise.
Aber wer denkt, wenn er Salat sagt, schon an Salz. Aber Salz gab dem Salat den Namen: Salat leitet sich von insalare ab – und das heißt eigentlich das Eingesalzene. Ursprünglich war der Salat ein Arme-Leute-Essen. Man pflückte grüne essbare Blätter, salzte sie, um ihnen etwas mehr Geschmack zu geben, und aß sie gemeinsam aus einer Schüssel. Die würzigen Grünkompositionen erfuhren dann am Pariser Hof von Katharina Medici einen wahren Höhenflug, es gab sogar den Beruf des „Salatkünstlers“, der von Diner zu Diner reiste, mit einem Köfferchen beladen voll Handwerkszeug und Zutaten, die für exquisiten Salat notwendig waren, um dann vor Gästen theatralisch und natürlich für stattliche Honorare, die Salatzubereitung zu zelebrieren. Und für gelungene Salatrezepte wurden sogar Orden verliehen.
Leichtes Mittag- oder Abendessen
Das galante Frankreich entdeckte in Salatgenüssen mit Zutaten, wie Spargel, Hammelhoden, Trüffel, Rüßlingen natürlich auch ein Aphrodisiakum und die Rauke, bei uns Rucola, galt als Geheimmittel der Venus und hieß plötzlich schamlose Rauke.
Salate sind immer ein ideales leichtes Mittag- oder Abendessen.
Öle, Essig als Basis für Salatsaucen
Ein altes Sprichwort – vermutlich aus Spanien stammend – besagt, dass man für die Herstellung eines vollkommenen Salates fünf Menschen benötigt: Einen Geduldigen, der die Kräuter verliest, einen Verschwender, der das Öl spendet, einen Geizhals, der den Essig zumisst, einen Weisen, der das Salz abwägt und einen Narren, der alles gründlich durcheinander mengt.
Hochwertige Öle und guter Essig sind die Basis für eine Marinade, die man im Verhältnis 1:3 verwendet. Der Salat wird durch dieses kongeniale Duo "geadelt".
Einige Salatsaucen:
Rahm(Joghurt)Dressing: 4 Teile Sauerrahm (Joghurt), 1 Teil Zitronensaft, Pfeffer, Salz, Prise Zucker, gehackte Dille (beim Joghurtdressing keine Dille).
Speckdressing: Selchspeckwürfel rösten – über Kraut- oder Blattsalat geben – Pfanne mit Essig Ablöschen und den Salat damit säuern.
Roquefortdressing: 1 Teil Roquefort, 1 Teil Essig, 2 Teile Öl, Salz, Pfeffer. Passierten Käse mit Öl glatt rühren, dann erst die restlichen Zutaten beifügen.
Paradeiserdressing: 2 Teile Mayonnaise, 1 Teil geschlagenes Obers, etwas Chilisauce und Paradeiserwürfel, Salz, Pfeffer und Zitronensaft.
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