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Montag, 26. März 2007
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Schweiz
Käse a.d. Schweiz
Käsefondue
Schokolade

Auf den Spuren der Schokolade...

schoko.jpgBeim Gedanken an Schokolade beginnen die Augen zu leuchten, das Wasser sammelt sich im Mund und man spürt förmlich wie sie auf der Zunge zu schmelzen beginnt. Denn Schokolade ist mehr als eine Süßigkeit!

Die Geschichte der Schokolade
Bereits vor 2000 Jahren kannten die Ureinwohner Amerikas - die Azteken - schoko01.jpgdie Kakaobohne. Sie stellten daraus ein Getränk her, das sie „Cacau Atl" nannten. Als die spanischen Eroberer unter Hernando Cortez zu Beginn des 16. Jahrhunderts in das Innere Mexikos vordrangen, lernten sie diesen Kakaotrank kennen und verspürten bald am eigenen Leib seine wundersame belebende und kräftigende Wirkung. 1528 brachte Cortez dann den ersten Kakao nach Spanien und damit nach Europa.

Die Schokolade in Europa
schoko02.jpgAm spanischen Königshof wusste vor allem die Damenwelt die Vorzüge des zunächst noch bitter schmeckenden Getränks zu schätzen. Später wurde das Kakaogetränk mit Rohrzucker gesüßt und mit Zusätzen wie Vanille veredelt.

Es vergingen fast 150 Jahre, ehe die „Chocolata" von Spanien über Italien, Holland und Frankreich in die Schweiz, nach Deutschland und nach Österreich gelangte. Vorerst blieb das heiße Schokoladegetränk ein exklusives Genussmittel der reichen Gesellschaftsschichten. Die „Chocolata" wurde ausschließlich von Apothekern hergestellt. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts begannen auch die Zuckerbäcker mit der Herstellung von Schokolade.

Die Geburtsstunde der Schokoladetafel
schoko03.jpgDie entscheidende Wende brachte dann das 19. Jahrhundert, nicht allein durch den technischen Fortschritt, sondern auch infolge der veränderten Gewohnheiten des Schokolade-Konsums. Das heiße Schokoladegetränk wurde allmählich durch Kaffee und Tee verdrängt. Doch die Schweizer Schokolade-Fabrikanten passten sich geschickt den neuen Gegebenheiten an. Sie begannen mit der Herstellung von festen Schokoladen in Tafelform und von allerlei kleinerem Naschwerk. Das führte dazu, dass die Schweiz von der Mitte des 19. Jahrhunderts an zur berühmtesten Schokolade-Nation der Welt wurde.

Die Schokolade-Erzeugung

1. Die Gewinnung der Kakaobohne

schoko04.jpgAm Anfang jeder Schokolade-Erzeugung steht die Kakaobohne. Kakaobohnen gedeihen auf Kakaobäumen, die im feucht heißen Klima Mittel- und Südamerikas wachsen. Der Kakaobaum trägt ovale Früchte, deren weißes Fruchtfleisch mandelförmige Bohnen ("Pulpa") enthalten. Zweimal im Jahr werden die Früchte geerntet, auf Bananenblätter gelegt und getrocknet. Die getrockneten Kakaobohnen werden in Jutesäcken verpackt und mit dem Schiff nach Europa gebracht.

2. Die Gewinnung der Kakaomasse

schoko05.jpgDie Kakaobohnen werden geputzt, geröstet und in der Kakaomühle fein zermahlen. Daraus entsteht die Kakaomasse (Kakaobutter + Kakaopulver).

3. Dunkle Schokolade und Milchschokolade

Wird der Kakaomasse Zucker beigemengt, entsteht die dunkle Schokolade mit einem sehr intensiven Schokoladengeschmack. Bei der Erzeugung von Milchschokolade wird der Kakaomasse neben Zucker auch noch Milchpulver beigemengt.

4. Schritt - das Conchieren

Je nach Rezept werden die Zutaten dann in einem Mischer vermengt und in großen Bottichen mehrere Stunden heiß gerührt. Dieser Vorgang wird als „Conchieren" bezeichnet und ist besonders wichtig, damit man später den zarten Schokoladenschmelz auf der Zunge genießen kann.

5. Schritt - die Verfeinerung und Veredelung

Jetzt ist der Zeitpunkt für die Zugabe der verschiedenen köstlichen Zutaten gekommen: Gewürze, Nüsse, Vanille, Früchte, Nougat, Marzipan usw.

6. Schritt - die Formgebung

Die heiße und flüssige Schokolademasse wird nun über die Gießmaschine in Formen gefüllt - für Tafeln, Osterhasen, Pralinen usw.

7. Schritt - Kühlung und Verpackung

In einer Kühlanlage wird die Schokolade fest und lässt sich leicht aus der Form nehmen. Der letzte Schritt führt zur Verpackungsmaschine, wo die Schokoladen in Alu und Papier eingewickelt werden. Jetzt steht dem Schokolade-Genuss eigentlich nichts mehr im Wege!



Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 27. Juli 2008 )
 
 
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