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Tipps für's richtige Einfrieren Drucken E-Mail
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Samstag, 2. August 2008

Auf Eis gelegt

Auf Eis gelegt

Durch richtiges Einfrieren können Sie viel Zeit sparen und haben immer frische Zutaten für die schnelle Küche daheim. Darauf kommt's dabei an:
BROT
Brotlaib zuerst unverpackt einfrieren, dann im gefrorenen Zustand in einen Plastikbeutel geben und sofort wieder in den Tiefkühlschrank legen.
Praktisch: Brot vor dem Einfrieren in Scheiben schneiden und in kleineren Mengeneinheiten verpacken.
Haltbarkeit: 6–10 Monate tiefkühlen
Auftauen: bei Raumtemperatur oder im Toaster (z. B. Toastbrotscheiben) bzw. im Backrohr aufbacken.
Butter
Eingefrorene Süßrahmbutter, Butterschmalz und Margarine halten sich bis zu einem Jahr. Bei langfristiger Lagerung die Butter zusätzlich mit Kunststoff- oder Alufolienverpackung versehen. Bei Butterschmalz und Margarine genügt die Verkaufsverpackung zur Einlagerung.
Haltbarkeit: 2–3 Monate
Auftauen: bei Raumtemperatur – je nach Butterart 30 Minuten bis 2 Stunden
MILCH
Frische Milch eignet sich nicht gut zum Einfrieren.
Haltbarkeit: Pasteurisierte Milch kann 2 Monate im Tetrapack tiefgekühlt werden. Rahm am besten im Becher belassen und bis zu einem Monat einfrieren.
Auftauen: langsam im Kühlschrank
Achtung: Joghurt und Buttermilch kann man nicht einfrieren, die Molke setzt sich ab. Die Masse wird grießig und sieht wie geronnen aus.
KÄSE
Je fetthaltiger der Käse ist, desto besser eignet er sich zum Einfrieren. Hartkäse ist ohnehin länger haltbar. Falls man ihn dennoch einfrieren möchte, dann am besten gerieben. Weichkäse zuerst reifen lassen, sonst verliert er durch das Tiefkühlen den Geschmack.
Haltbarkeit: Käse ist bis zu 6 Monate haltbar
Auftauen: in der Verpackung – und zwar im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur
TORTEN UND STRUDEL
Buttercremetorten und Topfentorten eignen sich bestens zum Einfrieren – solange man keine Stärke und kein Obst in die Füllung gibt. Gut funktioniert auch das Einfrieren von Torten mit Nüssen, Kakao, Mokka und Vanille. Die Torte anfrieren und eventuell portionieren, dann die Stücke durch Folienblätter trennen. Strudel wie gewohnt zubereiten und hell backen, eventuell vor dem Gefrieren portionieren.
Achtung: Puderzucker- oder Schokoladeglasur wird durch das Tiefgefrieren eher unansehnlich, die Glasur wird matt und kann brechen.
Haltbarkeit: Torten 4–5 Monate, Strudel 3–4 Monate.
Auftauen: Torte bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank langsam auftauen und leicht gefroren schneiden. Strudel im Backrohr bei 50 °C auftauen, lauwarm servieren.
TEIGE
Wenn Hefeteig eingefroren werden soll, den Hefeanteil beim Herstellen des Teiges um 30% erhöhen. Dann den Hefeteig ohne vorheriges Gehenlassen einfrieren. Mürbteig, Strudelteig oder Blätterteig lassen sich ebenfalls gut einfrieren. Um Platz zu sparen, die Teige zum Block oder zur Rolle formen, bevor Sie eingefroren werden. Oder man bringt den Teig sofort in Kuchen- bzw. Tortenform.
Haltbarkeit: 6 Monate.
Auftauen: Hefeteig im Backofen wie gewohnt bei 50 °C gehen lassen, dann backen. Alle anderen Teige im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur auftauen und kühl verarbeiten.
Fleisch, WILD, GEFLÜGEL, INNEREIEN
Portionieren Sie frisches Fleisch familiengerecht – so müssen Sie nicht zu große Mengen auftauen. An- oder aufgetautes Fleisch darf nicht wieder eingefroren werden. Die Fleischstücke sollten nicht mehr als 10 cm dick sein und höchstens 2,5 kg wiegen – dann geht das Auftauen schnell. Achtung: Jede Art von Frischfleisch ungespickt einfrieren. Bei Geflügel die Innereien entfernen, bei Wild nach Möglichkeit die Knochen auslösen. Innereien vor dem Einfrieren reinigen und Fett und Röhren entfernen.
Haltbarkeit:
Rind: 12 Monat
Lamm: 8 Monate (fett) bis 12 Monate (mager)
Kalb: 8 Monate
Schwein: 3 Monate (fett) bis 6 Monate (mager)
Innereien und Faschiertes: 2 Monate
Wildgeflügel, Huhn und Pute: 12 Monate
Ente und Gans: 6 Monate
Hirsch, Reh und Wildschwein: 10 Monate
Auftauen: ausgepackt im Kühlschrank auf einem Teller – Saft danach wegschütten. Großes Geflügel evt. im Backrohr bei 50 °C auftauen. Innereien antauen und wie gewohnt verarbeiten.
WURST
Wurstwaren eignen sich sowohl ganz als auch bereits geschnitten zum Tiefkühlen. Bei geschnittener Wurst eventuell zwischen die einzelnen Wurstblätter eine Folie legen, damit die Wurstblätter nicht zusammenkleben. Geräucherte Wurst ist nicht zum Tiefkühlen geeignet.
Haltbarkeit: Magere Wurst lässt sich ca. 3 Monate, fette Wurst ca. 1 Monat lagern.
Auftauen: zugedeckt im Kühlschank
Fisch
Nur fangfrische Fische sollen eingefroren werden. Versichern Sie sich beim Kauf, ob der Fisch tatsächlich frisch ist, wenn Sie ihn einfrieren wollen. Der Fisch muss gut ausgeblutet und gereinigt und die Galle soll entfernt worden sein. Ob man den Fisch mit Gräten gefriert, ihn filetiert oder in Scheiben portioniert, hängt von der Größe ab.
Haltbarkeit: begrenzt, da das Fischfett auch bei tiefen Temperaturen tranig wird. Fetthaltige Fische 1 bis 2 Monate, magere Fische 3 bis 6 Monate.
Auftauen: im Kühlschrank zugedeckt auftauen und sofort verwenden
Gemüse
Viele Gemüsesorten werden nach dem Waschen, Putzen und Zerkleinern kurz abgebrüht (blanchiert). Dadurch bleiben beim Einfrieren Geschmack, Aroma, Farbe und Vitamin C erhalten.
Blanchieren: 5 bis 10 Liter Wasser zum Sieden bringen, das Gemüse in Portionen (ca. 500 g) in das kochende Wasser geben und aufkochen lassen. Nach 2 bis 4 Minuten gießt man das Gemüse in ein Sieb und schreckt es unter fließend kaltem Wasser ab. Die Blanchierzeit beginnt mit dem Eintauchen in das kochende Wasser und muss mit dem Kurzzeitmesser genau gemessen werden. Das Gemüse danach gut abtropfen lassen, portionsweise abpacken und tiefkühlen.
Blanchierzeit:
1 Min: Spinat
2 Min: Chicorée, Erbsen, geschnittener Karfiol
3 Min: Kohlsprossen, Bohnen, Endivien, Grünkohl, Kohlrabi, Lauch, Karotten, Rotkraut, Spargel
4–5 Min: dicke Bohnen, Fenchel, Schwarzwurzeln, Sellerie
6–8 Min: Artischocken, ganzer Karfiol, Maiskolben
Nicht blanchiert werden Gurken, Kräuter, Kren, Paprika, Pilze, Paradeiser und Zucchini.
Haltbarkeit:
Gurken und Spargel: 6 Monate
Artischocken, Melanzani, Karfiol, Fenchel, Lauch, Mangold, Mais, Pilze, rote Rüben, Suppengrün, Paradeiser und Zucchini: 8 Monate
Auftauen: je nach Verwendungsart: gefroren für Aufläufe und Suppen, bei Raumtemperatur aufgetaut für Salate
STEINOBST UND BEEREN
Steinobst kann sowohl mit oder ohne Stein eingefroren werden – Nektarinen, Pfirsiche und Pflaumen eignen sich gut, Marillen und Zwetschken eher mäßig. Steinobst waschen, trocknen, halbieren und entsteinen (entsteintes Obst taut schneller auf). Marillen und Pfirsiche zuerst überbrühen, dann erst schälen und entsteinen. Kleine Mengen und vorallem Beeren auf einem Blech auslegen, tiefgefrieren und erst dann in Behälter oder Beutel abfüllen. Je nach Verwendung frieren Sie Obst mit oder ohne Zucker ein. Eine Zuckerlösung erhält dem Obst die Farbe und das Aroma. Dafür eignet sich auch Ascorbin- oder Zitronensäure. Früchte, die für einen Kuchen verwendet werden, friert man am besten ohne Zuckerlösung ein. Beim Einfrieren mit Zucker rechnet man 100–200 g Zucker auf 1 kg Früchte (je nach Süße der Früchte). Bei Erd- bzw. Himbeeren empfiehlt es sich, die Früchte auf einem Blech vorzufrieren. Danach wälzt man sie in Zucker, verpackt sie und friert sie fertig ein.
Haltbarkeit: gefrorene Früchte in Zuckerlösung 12 Monate. Früchte mit Streuzucker 10 Monate. Früchte ohne Zucker 8 Monate. Fruchtsalat 6 Monate.
Auftauen: je nach weiterer Verwendung. Für den schnellen Obstkuchen Obst noch gefroren auf den (Fertig-)Teig legen und dann sofort mit dem Teig backen.
KRÄUTER
Basilikum, Estragon, Dille, Petersilie oder Schnittlauch waschen (eventuell zerkleinern, Schnittlauch aber unbedingt hacken). Im Schraubglas mit Kunststoffdeckel oder im Beutel im Gefrierfach lagern. Man kann die Kräuter eventuell vorher auf einer Platte auflegen, im Gefrierfach gefrieren und dann verpacken, das erhält die schöne Form – vorallem bei Kräuterblättern.
Haltbarkeit: ca. 12 Monate.
Auftauen: Kräuter werden im gefrorenen Zustand weiterverarbeitet.

Gut verpackt

Gut verpackt

Die richtigen Behälter für's Einfrieren
PLASTIKBEHÄLTER
nie bis zum Rand befüllen, sonst kann sich der Deckel heben und der Inhalt trocknet aus. Joghurtbecher mit fest schließenden Deckeln sind für kleine Portionen von Obstsaft, Beeren, Diät- oder Babykost sehr praktisch. Joghurtbecher gut und mit gefriergeeigneter Alufolie und Klebeband verschließen.
GLASBEHÄLTER
garantieren in jedem Fall die Geschmacksechtheit des Gefriergutes. Aber Achtung: Glas kann leicht platzen oder brechen und unsichtbar splittern, daher besonders auf die Wahl der Glasbehälter achten bzw. spezielle Gefrierbehälter aus widerstandsfähigem Glas verwenden.
GEFRIERBEUTEL
müssen luftdicht verschlossen werden. Nachdem das Gefriergut eingefüllt ist, wird die Luft im Beutel herausgestrichen und der Beutel luftdicht verschlossen.
GEFRIERKOCHBEUTEL
sind temperaturbeständig von –40 °C bis +100 °C und sind ideal für Gerichte, die nach dem Auftauen entweder in kochendem Wasser oder im Mikrowellengerät gewärmt oder gegart werden, also Suppen, Saucen, Knödel oder einzelne Portionen.
FRISCHHALTEFOLIE
sollte mindestens 0,05 mm stark sein und eignet sich vor allem fürs Einfrieren von großen Frischfleischmengen. Beim Verpacken darauf achten, dass wenig Luft zwischen Gefriergut und Verpackung bleibt.
ALUFOLIE
ist durch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Fetten und durch ihre Schmiegsamkeit ideal zum Verpacken von Fisch, Fleisch, Geflügel und Wild. Die Pakete werden genau wie mit der Kunststofffolie gepackt.
TIPPS & TRICKS

Platz sparen
Es ist besser, drei kleinere Gefäße als nur einen einzigen Behälter zu wählen. Je kleiner das Gefäß, desto rascher ist das Essen durchgefroren und später auch aufgetaut. Das kommt der Qualität zugute. Gekochte oder pürierte Speisen in Gefrierbeutel geben, Luft herausdrücken, Beutel verschließen und diese in gefrierfeste, eckige Gefäße stellen. Sie können dafür auch Tetrapacks verwenden. Nach einigen Stunden die Beutel aus den Behältern nehmen; das Gefriergut ist nun würfelförmig. So lassen sich einerseits Platz und andererseits vor allem Kosten für teure Behälter sparen!

Beschriften
Das Gefriergut vor dem Einfrieren immer mit Abfülldatum, Inhalt und eventuell einer Gewichtsangabe versehen. Gefrierbeutel lassen sich mit wasserfesten Stiften (oder Kugelschreiber) problemlos beschriften, für Behälter verwendet man Tiefkühletiketten.

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Letzte Aktualisierung ( Montag, 18. August 2008 )
 
 
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