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Küchenlexikon
Herkunft:
Die Urheimat der Ananas ist vermutlich Paraguay. Diese Frucht wurde von Kolumbus 1493 auf Guadeloupe entdeckt und mit nach Europa gebracht.
Anbauländer:
Costa Rica, Elfenbeinküste, Indien, Hawaii, Kenia, Südafrika
Artikelbeschreibung:
Ananas gehören zur Gruppe der Zitrusfrüchte. Sie sehen aus wie ein großer Kiefernzapfen und können bis zu 5 kg schwer werden. Sie besitzen eine dicke, raue Schale mit gelb- bis rotbrauner oder grünlicher Farbe. Das gelbe Fruchtfleisch ist saftig und hat einen köstlichen Duft und Geschmack. Der Geschmack ist je nach Sorte von süßsauer bis süß.
Inhaltsstoffe:
Neben den Aromastoffen enthalten Ananas wertvolle Mineralstoffe (Eisen und Kalzium), Zucker, Fruchtsäuren, Vitamine (A, B, C). Nährwert: 100g Fruchtfleisch haben 56 kcal/235 kJ.
Gesundheitstipps:
Ananas enthalten Bromelin, ein eiweißspaltendes und verdauungsförderndes Ferment. Ananas sind besonders für Personen mit zu wenig Magensäure bekömmlich.
Einkaufstipps:
Ananas entfalten ihren intensiven Geschmack erst wenn sie den richtigen Reifegrad erreicht haben. Sichere Zeichen für eine reife Frucht sind der intensive, typische Duft am Stielansatz, das leichte Nachgeben auf Fingerdruck und das mühelose Herausziehen der unteren Schopfblätter. An der Farbe der Frucht ist der Reifegrad nicht zu erkennen.
Lagerung im Haushalt:
Reife Früchte sollten möglichst rasch verbraucht werden. Unausgereifte Früchte können bis zu zwei Wochen aufbewahrt werden. Ananas niemals unter 5°C lagern, da sonst Kühlschäden (braune Flecken im Fruchtfleisch) auftreten. Die optimale Lagertemperatur beträgt 10 - 15°C. Achtung: Ananas sind trotz ihrer dicken Schale sehr druckempfindlich.
Verwendungstipps:
Ananas eignen sich hervorragend zum Frischverzehr, aber auch zur Herstellung von Kompotten, Salaten, Süßspeisen oder Speiseeis. Aufgrund des süßsäuerlichen Aromas passen Ananas auch zu pikanten Speisen mit Fisch und Fleisch. Der verdickte Strunk wird nicht mitgegessen.
Küchentipps:
Teilen von Ananas: Ananas lassen sich am besten teilen, indem man mit einem scharfen Messer den Ansatz der Blattkrone bis zum Fruchtfleisch abschneidet und die Frucht längs viertelt. Dann schneidet man den inneren, holzigen Mittelstrunk heraus und löst das Fruchtfleisch von der Schale. Ananas nicht mit Gelatine mischen: Ananas enthalten Bromelin, ein eiweißspaltendes Ferment, das auch das Eiweiß in Milchprodukten, Eiern und Gelatine spaltet. Gelees und Cremes aus diesen Produkten verflüssigen sich wieder und schmecken bitter, wenn sie mit frischer Ananas in Berührung kommen. Deshalb sollten Cremespeisen erst kurz vor dem Servieren mit Ananas gemischt und Gelees mit Stärke anstatt mit Gelatine hergestellt werden. Ananas können auch einige Minuten erhitzt werden, dadurch wird das Bromelin zerstört - damit aber natürlich auch seine gesundheitsfördernde Wirkung. Würzen: Vanille, Rum, Kirschwasser und Ingwer für Süßspeisen; Curry, Ingwer, Zwiebeln, Sojasauce, Weißwein und Pfeffer für pikante Speisen.
Babyananas:
Die Babyananas stammt ursprünglich aus der Karibik und wird heute in Südafrika und Mauritius angebaut. Babyananas werden hauptsächlich frisch gegessen. Im Gegensatz zu den großen Früchten mit ihrem unbekömmlichen holzigen Strunk, kann bei der Babyananas auch das Mittelstück gegessen werden. Zudem gibt es Hunderte von Ananassorten, die aber fast nie nach Sortennamen verkauft werden.
Extra Sweet Ananas:
Diese Sorte hat eine dünne, honigfarbene, von einer hellgrünen Maserung durchzogene Schale, und ihre Form ist eher rechteckig als konisch. Das wiederum steigert den essbaren Anteil um gut 10%. Das Fruchtfleisch der Extra Sweet ist goldgelb und saftig zart. Sie ist süßer und weniger herb als die anderen Ananas Sorten. Außerdem hat diese Ananas einen höheren Anteil an Vitamin C, wodurch die Braunfärbung des Fruchtfleisches weitgehend verhindert wird.
Herkunft:
Die Apfelbananen gehören zu den Südfrüchten und stammen ursprünglich aus Kenia.
Anbauländer:
Kenia
Artikelbeschreibung:
Apfelbananen werden max. 8 - 10 cm groß. Unter ihrer dünnen Schale verbirgt sich das Fruchtfleisch mit einem ausgezeichneten apfelähnlichen Geschmack mit einer ausgewogenen Säure.
Lagerung im Haushalt:
Sie können Apfelbananen einige Tage bei Zimmertemperatur lagern.
Verwendungstipps:
Apfelbananen werden ausschließlich roh gegessen oder als Garnitur für feine Platten verwendet.
Herkunft:
Die Marille stammt ursprünglich aus China und wurde von Alexander dem Großen nach Europa gebracht.
Anbauländer:
Österreich, Spanien, Italien, Frankreich, Ungarn, Griechenland, Kalifornien, Südafrika
Artikelbeschreibung:
Marillen sind Steinfrüchte mit einer rauen bis samtigen Haut. Die Farbe der Haut und des Fruchtfleisches ist hellgelb bis orange. An der Seite, die der Sonne zugewandt ist, haben die Marillen oft rötliche Sonnenflecken. Das Fruchtfleisch ist saftig, feinsäuerlich und sehr wohlschmeckend.
Inhaltsstoffe:
Marillen enthalten von allen Obstsorten am meisten Provitamin A (Carotin). Hervorzuheben ist auch der hohe Gehalt an Vitamin B1, B2 und Vitamin C, sowie an den Mineralstoffen Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen. Zudem enthalten Marillen reichlich Fruchtsäuren, hauptsächlich Apfel- und Zitronensäure. 100g Fruchtfleisch haben 54 kcal/306 kJ.
Gesundheitstipps:
Mit 200g frischen Marillen kann der Tagesbedarf an Carotin gedeckt werden, das v.a. für die Sehkraft, für das Funktionieren des Stoffwechsels, sowie für die Gesundheit und Straffheit der Haut unerlässlich ist.
Einkaufstipps:
Beim Kauf sollte die Haut der Früchte glatt, straff und zart behaart aussehen. Ob eine Marille reif ist, kann man von außen nicht erkennen. Lassen Sie sich nicht von der Farbe beeinflussen, es gibt nämlich rotbackige und blasse Sorten.
Lagerung im Haushalt:
Im Kühlschrank können Marillen einige Tage aufbewahrt werden, am besten in einem Plastikbeutel. Aber grundsätzlich sollte man Marillen so bald wie möglich verbrauchen. Sie reifen nämlich nicht nach, sondern werden nur welk und verlieren an Aroma.
Aufgrund der intensiven Säure sind Marillen ideal zur Marmeladeherstellung geeignet, aber auch als Beilage zu Wild, Huhn oder in Currygerichten. Sie schmecken aber auch als Kompott oder als Kuchenbelag.
Küchentipps:
Wenn Sie Marillenknödel machen, sollten Sie die Marille entkernen und den Kern durch ein Stück Würfelzucker ersetzen.
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