|
Schon die alten Römer, aber auch Türken und Finnen waren und sind Anhänger der Saunakultur. Regelmäßige Besuche helfen unter anderem den Körper gegen Erkältungen abzuhärten. Die vier gängigsten Saunaarten:
1. Die finnische Sauna:
Sie ist ein Klassiker, der in Finnland auf eine rund 2000 Jahre alte Tradition zurückblicken kann. Auf fünf Millionen Finnen kommen 1,7 Millionen Saunen. Die zunächst trockene Wärme von bis zu 90 Grad löst unter anderem Muskelverspannungen und sorgt für eine kräftige Durchblutung. Aus hygienischen Gründen sollte man immer ein Handtuch unterlegen.
In der Sauna leise sein
„Bei guter körperlicher Konstitution ist ein Aufenthalt von zehn bis 15 Minuten zu empfehlen. Wenn man sich nicht wohl fühlt sollte man die Sauna auf jeden Fall verlassen. Aus Rücksicht auf andere Saunagäste sollte man leise sein, und den Saunabetrieb nicht stören“, sagt Reinhold Russ, der Thermenleiter in Laa an der Thaya.
Aufguss mit Salz, Honig und Co.
Besonders beliebt sind Spezialaufgüsse. Feines Salinesalz, Bienenhonig, Joghurtcreme oder Ziegenbuttermilch werden in Laa angeboten. Nach einer Aufwärmphase cremt man sich damit ein und lässt die Substanzen einwirken. Sie wirken je nach Art entschlackend, beruhigend, fördern die Regeneration der Haut und schützen sie vor dem Austrocknen.
2. Das Sanarium:
Es wird auch Biosauna genannt und ist quasi die kleine Schwester der finnischen Sauna. Hier gibt es keinen Aufguss, die Luftfeuchtigkeit ist konstant hoch, und das bei maximal 60 Grad. Als Verweildauer werden 20 Minuten empfohlen.
3. Das Dampfbad:
Bei milden Temperaturen und bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit kann man hier bis zu 20 Minuten entspannen. Auf Badekleidung sollte man verzichten, auch Handtücher sind hier tabu. Es reicht, die Sitze mit einem Wasserschlauch abzuspritzen. Der Grund: Temperaturen unter 60 Grad fördern das Wachstum von Keimen und Pilzen. Sie könnten durch Handtücher in das Dampfbad getragen werden und dort dann prächtig gedeihen.
4. Der Aromatempel:
Er wird auch Tepidarium genannt und ist eine besonders sanfte Sauna-Art, in der man bis zu einer Stunde bleiben kann. Hier beträgt die Raumtemperatur nur rund 40 Grad, die Sitze sind beheizt, die warmen Fließen wirken entspannend.
Wasser trinken und ausruhen
Egal welche Saunaart man wählt, danach heißt es duschen, viel Wasser trinken und ausruhen. Nicht empfohlen wird Sauna für Kinder und bei Erkrankungen wie zum Beispiel Fieber, Entzündungen und Krampfadern sowie bei äußerlichen Verletzungen.
© ORF.at / noe.orf.at/magazin
|