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Küchenlexikon
Anis ist eines der ältesten Gewürze, die es gibt. Seine Würzkraft verdankt der Anis dem ätherischen Öl Anethol. Den besten Ruf genießt der aromatische Anis in der Weihnachtsbäckerei. Lebkuchen, Pfeffernüsse und Anisgebäck kommen ohne ihn nicht aus. Anis wird weiters für das Würzen von Süßspeisen und Cremes gebraucht, in West und Osteuropa auch zum Backen von Brot und Kuchen. Gemahlener Anis sollte bald verbraucht werden, da er schnell seine Wirkung verliert.
Eines der wichtigsten Kräuter der italienischen Küche. Es passt hervorragend zu Tomaten, Melanzani, Paprika, Zucchini und Käse. Es wird auch zum Aromatisieren von Olivenöl verwendet. Basilikum wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd und entkrampfend auf den Magen- und Darmbereich.
Beifuß, ein Verwandter des Wermuths, hat einen frisch – würzigen, leicht bitteren Geschmack. Früher wurden diesem Kraut magische Kräfte zugeschrieben. Beifuß ist ein ideales Würzkraut für alle fetten Gerichte. Mitgekocht macht Beifuß schwere Speisen bekömmlicher, da er allen empfindlichen Mägen gut tut. Deshalb wird empfohlen Beifuß zum Aal, zu Schmalz, Schweinefleisch, Wild, zu Gänsen und fetten Saucen zu verwenden. Als Würze eignet er sich auch hervorragend für Eintöpfe.
Es handelt sich um ein stark unterschätztes Kraut mit herb – pfeffrigem , leicht scharfem Geschmack, ideal zu schweren Fleisch- und Gemüsegerichten (Bohnen), aber auch zu Fisch und Geflügel. Es wächst eifrig in jedem Kräutergarten.
Das klassische Gurkenkraut wird auch gerne als Füllung für Ravioli oder zum Grünfärben von Teig- waren verwendet. Borretsch nur frisch verwenden, da sich die Blätter wegen des hohen Wassergehaltes nicht zum Trocknen eignen. Enthält viel Kalium und Vitamin C, wirkt herzstärkend und lindernd bei rheumatischen Beschwerden.
Als Cayenne – Pfeffer und Chilies bezeichnet man das selbe Gewürz, denn dieser scharfe Pfeffer wird aus feingemahlenen Chilischoten gewonnen. Der Cayenne – Pfeffer ist das schärfste unter den scharfen Gewürzen. In der Küche wird Cayenne Pfeffer hauptsächlich für feurig scharfe Fleischgerichte verwendet. In Asien gehört es zu fast allen indischen, indonesischen und chinesischen Reisgerichten. Weitere Einsatzgebiete: Fisch, Fleisch, Gulasch, Eiergerichte und Saucen.
Curry ist eine der ältesten Gewürzmischungen, bestehend aus Pfeffer, Ingwer, Piment, Paprika, Nelken, Koriander, Cardamon, Muskat, Zimt, Cayenne Pfeffer und Curcuma, welches für die pregnante gelbe Farbe verantwortlich ist. Curry passt hervorragend zu Reisgerichten jeglicher Art, Fleisch, Fisch, Saucen, Suppen und Salaten.
Das zarte, kleine Kräutlein wird frisch verwendet (nicht mitgekocht). Herrlich zu Fisch, hellem Fleisch, Gurken und Erdäpfelgerichten. Die fedrigen Blätter haben ein feines Anisaroma und sind vor allem in Griechenland und der Türkei sehr beliebt.
Passt hervorragend zu Hühner-, Fisch- und Eiergerichten, sollte aber sparsam dosiert werden. Es enthält viele Gerb- und Bitterstoffe, Vitamin C und Jod. Wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd, wassertreibend und blutreinigend.
Der Geschmack der Gartenkresse ist rettichartig, herb und pikant. Die Gartenkresse ist ernährungsphysiologisch hoch einzuschätzen. Sie enthält Kohlenhydrate, Eiweiß und viele Mineralstoffe, Vitamin B und Vitamin C. Sie wird bei uns in Gärten gezogen und im jungen Zustand als Salat, wie auch als Zutat zu Fleisch und Gemüse gegessen.
sind die Blütenknospen des Kapernstrauches, die frisch verzehrt oder in Öl, Essig oder Salz eingelegt werden. Kapern eignen sich für viele verschiedene Gerichte , wie vor allem für diverse kalte und warme Saucen und auch Mayonnaisen. Sie werden auch gerne zu Kartoffelsalat, Heringsalat, Aufstriche und zu Fleisch, Fisch und Geflügel hinzugegeben.
Das überaus feine und charakteristische Aroma und der süßliche, kräftige und an Eukalyptus erinnernde Geschmack macht Kardamon zu einem sehr beliebten Gewürz für Brot, Backwaren (Lebkuchen) und Süßspeisen. Außerdem ist Kardamon in Wurstgewürzmischungen und in vielen Curry-Pulvermischungen zu finden. Mit Kardamon kann man Lammfleisch, Wildgerichte und Pasteten, sowie Schweine und Rindfleisch verfeinern.
Zarte, gefiederte Blättchen, die eine starke Ähnlichkeit mit Petersilie aufweisen. Kerbel hat ein anisartiges Aroma. Man verwendet ihn frisch und möglichst ohne zu erhitzen. Er passt ausgezeichnet in Frühlingsaufstriche, zu Fisch, Geflügel, Suppen, Saucen und Eierspeisen.
Koriander gibt es ganz oder gemahlen. Ganze Korianderkugeln verwendet man zum Einlegen von Essiggurken und roten Rüben, zu Fischmarinaden und Fleischbeizen wird er ebenfalls zugesetzt. Mit gemahlenem Koriander würzt man Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen, Honigkuchen und Brot. Koriander gilt heute noch immer als Arznei gegen Magen- und Darmbeschwerden.
Kümmel riecht angenehm süßlich und gibt den Speisen einen etwas derb-würzigen Geschmack. Der Kümmel entwickelt beim Kochen eine besonders verdauungs-fördernde Wirkung die schwere Speisen auch für empfindliche Mägen bekömmlich macht. Mit Kümmel würzt man Weiß-, Rot- und Sauerkraut, Gemüsesuppen, Roten Rübensalat, Wurstsalate, Schweinsbraten, Lammfleisch, Käsegerichte und Brot.
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