|
Seite 4 von 7
Voll im Trend: Der Speisekürbis
 |
Riesen-Kürbis hat weiches, mild-aromatisches, hellgelb bis orangefarbenes Fruchtfleisch. |
 |
Moschus-Kürbisse wie diese handlichen Hokkaidos, gehören zu den besten Speisekürbissen. |
 |
Butternuss-Kürbis hat goldgelbes Fruchtfleisch und einen geringen Kernanteil. Ein besonders aromatischer Vertreter aus der Familie der Moschuskürbisse. |
 |
Spaghetti-Kürbis wird im Ganzen gekocht, wonach sein Fruchtfleisch in nudelige Fäden zerfällt. Am besten schmeckt er mit Tomatensauce und Parmesan. |
 |
Patisson-Kürbis Die handteller großen, hellgrauen Patissons eignen sich ideal zum Füllen und Panieren. |
Kaum eine andere Gemüsesorte hatte in den letzten Jahren mehr Zuwächse als der Speisekürbis. Speziell durch die Wiederentdeckung in der Spitzengastronomie ist es gelungen, das Image dieser interessanten Frucht zu wandeln. Der Kürbis liegt nun voll im Trend!
Die botanische Systematik der Kürbisgewächse ist sehr kompliziert und verwirrend. Alle Kürbisarten gehen jedoch auf eine rund 8000 Jahre alte Stammform zurück, die von den Indianern in amerikanischen Tropengebieten kultiviert wurde. Die Inhaltsstoffe der höchst kalorienarmen Frucht entsprechen etwa denen des Zucchini, d.h. die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Kohlehydrate, Eiweiß, Calcium, Phosphor, Eisen, das Provitamin A und Vitamin C. Kürbisse enthalten kaum Cholesterin oder Fett und sind eine leicht verdauliche und bekömmliche Kost.
Der Kürbis in der Küche
Kürbisse vertragen sich mit Dill, Borretsch, Thymian, Koriander, Vanille, Zimt, Ingwer und Curry. Da Kürbisse viel Wasser enthalten, ist Vorsicht bei der Flüssigkeitszugabe angebracht. Bei sehr wasserreichen Exemplaren sollte man etwas Salz auf die Kürbisstücke streuen, diese ca. 30 Minuten ziehen lassen, um anschließend die Flüssigkeit abzutupfen. Zu beachten ist, dass es dabei zu einem Nährstoffverlust kommt.
Durch die große Sortenvielfalt von Kürbissen gibt es eine Unmenge an Verwendungsmöglichkeiten - Kürbis-Gerichte reichen von Suppen und Herausgebackenem über Gemüsebeilagen und Salaten bis hin zu Mehlspeisen, Kompott und Marmelade.
Kürbiskerne & Kürbiskernöl
Aus dem Ölkürbis, einer speziellen Sorte mit grün-gelber Schale, gewinnt man das "Schwarze Gold" der Steiermark, das kräftige, nussige Kürbiskernöl. Die oft noch in Handarbeit aus den "Plutzern" gelösten Kerne werden getrocknet, danach fein gemahlen und vor dem Pressen vorsichtig geröstet, wobei das Wasser verdunstet und der angenehm nussige Geschmack entsteht. Kürbiskernöl passt zu nahezu allen Kürbisgerichten, zu Bohnen-, Kartoffel- und Blattsalaten und schmeckt hervorragend auf eine geröstete Scheibe Schwarzbrot geträufelt. Die Kerne verarbeitet man in Brot, Gebäck und Kuchen; streut sie, knusprig geröstet, in Suppen und über Salate oder genießt sie pur, leicht gesalzen, als gesundes Knabbergebäck.
|