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Eis - der kalte Genuss
Erstaunlich aber wahr: Nicht die Italiener haben den höchsten Eisverbrauch pro Kopf in Europa, sondern die Skandinavier sind die größten Eisgenießer auf unserem Kontinent.
Die Österreicher liegen mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 7 Liter im Mittelfeld. Insgesamt ergibt das immerhin einen "Eis-Berg" von 52.000 Tonnen, den die Österreicher pro Jahr konsumieren.
Eis hat eine lange Geschichte...
Gefrorenes Wasser war die Grundlage einer Speise, die der römische Kaiser Nero gelegentlich genoss. Es wurde ihm mit Honig und Früchten vermischt gereicht und soll vorzüglich gemundet haben. Dieses kaiserliche Vergnügen war jedoch für andere Personen ein Leid, denn das Natureis musste durch Stafettenläufer von den Alpengletschern zur römischen Residenz getragen werden. Rund 400 Kilometer - und das Eis durfte nicht schmelzen!
Sizilien, Geburtsstätte des Speiseeises
Die Gemeinde Cantania auf Sizilien besteht darauf, Geburtsstätte des Speiseeises zu sein. "Mehr zum Scherz, denn zum Nutzen" zeigten damals fahrende Künstler auf italienischen Jahrmärkten ein physikalisches Phänomen. Wenn ein mit Fruchtsaft gefüllter Behälter zu lange im kühlenden Salpeterwasser stand, bildeten sich am Rand fruchtige Eiskristalle, die oft als "Zauberei" bestaunt wurden. Im Laufe der Zeit gelang es den Köchen und Konditoren, aus dieser Masse ein geschmeidiges Speiseeis zu machen. Immerhin scheint sicher, dass das erste "moderne" Speiseeis in Venedig probiert wurde - rund hundert Jahre bevor Casanova von sich reden machte.
Die erste Speiseeisfabrik der Welt...
1794 gelangte die Speiseeisherstellung nach New York. Es war eine amerikanische Hausfrau, die eine durch Handkurbel angetriebene Eismaschine erfand. 1851 nahm in Baltimore die erste Speiseeisfabrik der Welt den Betrieb auf. Rund 20 Jahre später kam auch in Deutschland und Österreich industriell gefertigte Eiscreme auf den Markt.
Eis ist gesund
Speiseeis kannten auch schon die alten Griechen. Der Arzt und Lehrer Hippokrates von Kos empfahl schon um 300 v. Chr. Speiseeis für die Krankenbehandlung - "Eis belebe die Säfte und hebe das Wohlbefinden". Und tatsächlich enthält Speiseeis zahlreiche Vitamine, wie z.B. A, B, D, E und K und auch wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Kalium.
Tipps für die Eis-Aufbewahrung und den Eis-Genuss
Flüssige oder halb aufgetaute Eiscreme nicht nochmals einfrieren, sonst entstehen Wasserkristalle, die die Cremigkeit und den Geschmack des Eises beeinträchtigen. Tiefgefrorenes Eis vor dem Servieren etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen oder 10 bis 15 Minuten bei Zimmertemperatur leicht antauen lassen. Dann ist das Eis cremiger und entwickelt sein volles Aroma.
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