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Grits (Maisgrütze) Drucken E-Mail
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Samstag, 27. Mai 2006

Grits ist mehr als nur ein traditionelles Südstaaten-Gericht, grits ist im Süden geradezu eine Institution.

Jeder Südstaatler wird Ihnen bestätigen, dass es mit dieser Maisgrütze etwas Besonderes auf sich hat. Niemand isst sie pur, denn so schmeckt sie langweilig. Ein Stich Butter und etwas Salz wirken bereits Wunder, aber noch besser ist sie mit Zucker, Ahornsirup oder einem würzigen Käse. Grütze ist kein ausschließliches Frühstücksessen. In den Südstaaten isst man grits zu jeder Tageszeit, z.B. in Eintöpfen und Schmorgerichten, in Soufflés und Füllungen, Fleischklößchen und frittierten Küchlein. Sie wird sogar in Broten und Pizza verbacken. Mit Eiern wird die Grütze nach dem Erkalten schnittfest wie Polenta.

Abgeleitet vom altenglischen grytte, bezeichnete grits ursprünglich die Kleie und die Spreu, die nach dem Vermahlen von Getreide übrigenlieben. Seit dem 16. Jahrhundert versteht man darunter jedoch das enthülste und grobgemahlene Getreide selbst. Obwohl im Prinzip jedes Getreide für grits in Frage kommt, verwenden die Amerikaner nur die von der Schale befreiten, getrockneten Körner von ausgereiftem Mais, der bei den Indianern ustatahamen heißt. Die Einwanderer übernahmen ihn von den Ureinwohnern und nannten ihn hominy.

Verschiedene Maisgrützen:

Die Leibspeise der Südstaatler gibt es natürlich auch anderswo, wenn auch nicht immer in dieser großen Auswahl. Der Vertrieb der Maisgrütze wird in sämtliche Bundesstaaten der USA von einigen Firmen gewährleistet und die steinvermahlene Sorte - die beste - ist in ausgesuchten Feinkostläden oder über den Versandhandel erhältlich. In Österreich und Deutschland bekommt man die mittel bis grobkörnige Grütze in Supermärkten, Feinkostläden und Reformhäuser unter der Bezeichnung Polenta.

Steinvermahlene Maisgrütze (Maisgrieß):

Hierfür werden in den USA die ganzen getrockneten Maiskörner mitsamt Keimling und dazugehörigem Nährgewebe nach alter Tradition zwischen Mahlsteinen vermahlen. Steinvermahlene Grütze ist nährstoffreicher, ölhaltiger und geschmackvoller als die handelsüblichen Sorten, aber sie wird auch schnell ranzig, wenn sie nicht gekühlt oder tiefgefroren wird. Überhaupt sollte Grütze nur in gut schließbaren Behältern aufbewahrt werden. Diese Grütze benötigt etwa 20-30 Minuten Garzeit und sollte für die hier genannten Rezepte verwendet werden.

Gewöhnliche Maisgrütze:

Die gröbste Sorte der drei in den USA handelsüblichen Produkte benötigt zwar eine längere Garzeit (20-30 Minuten) als die Schnellkoch und die Instandgrütze, sie schmeckt aber auch wesentlich besser.

Schnellkochgrütze:

Diese Sorte findet man gewöhnlich in amerikanischen Supermärkten. Für ihre Herstellung wird herkömmliche Grütze leicht gedämpft und anschließend zusammengepresst, um die Getreidepartikel aufzuschließen. Diese Grütze ist in 3-5 Minuten gar.

Instandgrütze:

Ausgangsbasis für dieses Produkt, das man in den Südstaaten eigentlich gar nicht als grits bezeichnet, ist die gewöhnliche Grütze. Die dehydrierten grits quellen rasch wieder zu ihrer ursprünglichen Größe auf, wenn sie mit kochendem Wasser übergossen werden. Für die hier vorgestellten Rezepte eignet sich die Instandgrütze allerdings nicht.

 

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 10. August 2008 )
 
 
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