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Artischoken

artischockenHerkunft:
Die Heimat der Artischocke ist Arabien.

Anbauländer:
gesamter Mittelmeerraum

Artikelbeschreibung:
Die Artischockenpflanze ist eine bis zu 2 Meter hohe, distelartige Staude. Aus der Blattrosette entwickelt sich im Laufe der Zeit ein Blütenkopf (grün oder violett), welcher zwischen 150g und 500g wiegt. Der fleischige Boden ist der wertvollste Teil des Blütenbodens, aber auch das fleischige Ende der dachziegelartig übereinander liegenden Hüllenblätter ist genießbar. Der Geschmack ist feinherb bis zartbitter, er erinnert an Sellerie mit Haselnüssen.

Inhaltsstoffe:
Artischocken enthalten das Kohlehydrat Inulin, den Bitterstoff Cynarin, Eiweiß, Mineralstoffe, das Provitamin A und Vitamin B.

Gesundheitstipps:
Artischocken werden von der Popularmedizin auf Grund der wohltuenden Wirkung auf Magen, Galle und Leber schon seit Jahrhunderten sehr geschätzt. Artischocken wirken sehr appetitanregend.

Einkaufstipps:
Die Artischockenblüten sollten unverletzt und prall sein und die Blätter keine braunen Spitzen aufweisen. Artischockenböden sind auch in Konserven eingelegt erhältlich.

Lagerung im Haushalt:
In Folie gewickelt halten sich Artischocken einige Tage lang im Kühlschrank.

Verwendungstipps:
Artischocken werden vorwiegend gekocht gegessen. Man kocht den Blütenkopf mit ein wenig Essig oder Zitronensaft in Salzwasser für ca. 40-45 min. Zum Essen werden die Blätter einzeln ausgezupft, der untere fleischige Teil in eine pikante Sauce gedippt und zwischen den Zähnen abgezogen. Vom Blütenboden wird dann der fasrige, ungenießbare Teil entfernt, anschließend kommt man in den Genuss des bestenn Teiles der Artischocke. Als Saucen eignen sich besonders Sauce Hollandaise, Vinaigrette oder Sauce Rose. Den Blütenboden kann man aber auch panieren, überbacken oder braten.

Küchentipps:
Verwenden Sie zum Kochen keine Aluminiumtöpfe, darin verfärben sich die Artischocken schwarz.

Wie behalten Artischocken ihre Farbe ?
Den Boden mit einer halben Zitrone abreiben. Anschließend verkehrt in eine Schüssel legen, damit es zu keiner Lichteinstrahlung kommt, denn Licht verfärbt die Frucht. Auch das Kochwasser mit Essig oder Zitronensaft säuern.


Auberginen (Melanzani)

melanzani.gifHerkunft:
Die Aubergine kommt ursprünglich aus Indien.

Anbauländer:
Holland, Israel, Spanien, Italien, u.v.m.

Artikelbeschreibung:
Auberginen haben eine glänzend violette, keulenförmige Form und werden auch noch Eierfrüchte genannt. Die Früchte sind ca. 30 cm lang und können ein Kilogramm schwer werden. Das Fruchtfleisch ist hellgrün und leicht schwammig. Sie sind Nachtschattengewächse und spielen in unserer Küche eigentlich nur eine untergeordnete Rolle.

Inhaltsstoffe:
In ihrer Schale enthält die Aubergine Vitamin C, B1 und B2. Das Fruchtfleisch hingegen hat nur wenige Mineralstoffe aufzuweisen. Roh ist sie kalorienarm (100g/25 kcal), doch der richtige Geschmack kommt erst zur Geltung, wenn man sie verarbeitet.

Gesundheitstipps:
Die Frucht wird als ideale Kost für Diabetiker bezeichnet. Auberginen sollen heilend bei Rheuma, Ischias und Nierenleiden wirken, das Fruchtwasser fördert die Gallensekretion und senkt den Cholesterinspiegel. Auberginen bestehen zu 92% aus Wasser und die wenigen Nährstoffe befinden sich überwiegend in der Schale. Also, bei der Verarbeitung die Früchte nicht schälen!

Einkaufstipps:
Auberginen sind reif, wenn ihre Schale glänzend, unverletzt, fleckenfrei, glatt und prall ist. Die Schale gibt auf Fingerdruck etwas nach, der Stiel ist frisch und grün. Das Innere einer genussreifen Frucht ist hellgrün bis weiß und fest. Sehr feste und junge Früchte müssen bei Raumtemperatur nachreifen, denn sie enthalten noch zu viel Solanin, das bittere Gift der Nachtschattengewächse. Kleine Auberginen enthalten weniger Bitterstoffe. Bei einem Übergenuss an Solanin können Vergiftungserscheinungen auftreten, wie Magen-, Darmkrämpfe, Atemnot, usw.

Lagerung im Haushalt:
Bei ca. 10°C halten sich Auberginen bis zu 10 Tage. Im Kühlschrank bekommen sie jedoch dunkle Flecken.

Verwendungstipps:
Roh schmeckt eine Aubergine nach gar nichts. Erst durch das Kochen, Braten oder Grillen entfaltet sie ihr leicht nussartiges Aroma. Damit sie sich beim Braten nicht zu sehr mit Fett vollsaugt und somit zur Kalorienbombe wird, muss man das Fruchtfleisch vorher salzen und in Wasser ziehen lassen. Auch hinterher sollte man sie noch gründlich abtropfen lassen. Zu Auberginen passen vor allem kräftige Mittelmeerkräuter wie Rosmarin, Thymian und Knoblauch. Auch die Verbindung mit Tomaten, Paprika, Kartoffeln und Zwiebeln schmeckt sehr gut.

Küchentipps:
Wenn man Auberginen in einem Gericht mitkocht, dann schneidet man sie in Würfel, zum Braten dagegen schneidet man sie längs in ca. 1/2 cm dicke Scheiben. Will man sie schälen, dann am besten im rohen Zustand wie eine Kartoffel, oder man legt sie 1 bis 2 Minuten in heißes Wasser und zieht dann die Haut einfach ab.


Avocados

avocado.gifHerkunft:
Die Heimat der Avocados sind die tropischen und subtropischen Gebiete Zentralamerikas. Im 16. Jh. wurden sie vom spanischen Eroberer Cortez nach Europa gebracht.

Anbauländer:
Israel, Südafrika, Spanien, Mexiko, Kalifornien, Florida, Westindien, Kenia u.v.m.

Artikelbeschreibung:
Die Avocado ist die Steinfrucht eines 10 bis 20 Meter hohen Baumes und hat meist die Form einer Birne, es gibt aber auch apfel-, pflaumen oder gurkenähnliche Früchte. Die Früchte wiegen zwischen 200 und 400g, haben ein weißes bis grünliches Fruchtfleisch, welches nur im weich-cremigen Zustand genießbar ist. Es schmeckt leicht süßlich und nussartig. Im Inneren befindet sich auch ein walnussgroßer, ungenießbarer Samenkern. Trotz dieser Eigenschaften zählt die Avocado bei uns zum Gemüse.

Inhaltsstoffe:
Avocados enthalten reichlich, ein dem Olivenöl ähnlichen, Avocadoöl. Es ist reich an Kalium, Kalzium, Eisen, leicht verdaulichen Pflanzenfetten, Eiweiß und Vitaminen (E und der B-Gruppe) Nährwert: 100g Fruchtfleisch enthalten 241 kcal/1010 kJ.

Gesundheitstipps:
Der Avocado wird nachgesagt, dass man durch sie eine schöne Haut bekommt und ihre Inhaltsstoffe gegen Herzinfark vorbeugen. Weiters helfen sie Stress zu meistern und Müdigkeit abzubauen.

Einkaufstipps:
Avocados werden noch steinhart geerntet und kommen in der Regel auch so in den Handel. Ihr volles Aroma entfalten die Früchte aber erst, wenn sie reif sind. Eine reife Frucht erkennt man daran, dass das Fruchtfleisch auf leichten Fingerdruck nachgibt. Harte, unreife Früchte müssen zu Hause nachreifen. Das kann bei Zimmertemperatur zwischen zwei und fünf Tage dauern. Schneller gehts, wenn man sie in Zeitungspapier eingewickelt auf der Heizung liegen lässt!

Lagerung im Haushalt:
Reife Avocados kann man im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu ein paar Tagen aufheben.

Verwendungstipps:
Zum Kochen sind Avocados nicht geeignet, denn die Hitze bekommt weder ihrem Aroma noch ihrem Aussehen. Zu warmen Gerichten sollte man sie deshalb immer erst zum Schluss zufügen und nicht mehr mitkochen. Die Avocado schmeckt zu süßen Gerichten genauso gut wie zu pikanten. Sie passt in den Obstsalat genauso wie in Salate oder Aufstriche. Gewürzt mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Crème fraîche kann man sie auch wunderbar auslöffeln.

Küchentipps:
Avocadofleisch läuft bräunlich an, wenn es mit Sauerstoff in Berührung kommt. Das Beträufeln mit Zitronensaft kommt nicht nur dem Aroma zu Gute, sondern verhindert auch die bräunliche Verfärbung.

Wie lässt man Avocados nachreifen?
Die Frucht in Zeitungspapier einwickeln und bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Evtl. auf Bananen lagern.

Wie entfernt man den Kern aus der Avocado?
Die Frucht der Länge nach bis zum Kern einschneiden, die obere Hälfte gegen den Uhrzeigersinn drehen und abheben. Mit der Messerschneide eines großen, scharfen Messers auf den Kern schlagen – dieser bleibt am Messer hängen und lässt sich so problemlos heraus heben. 


Babysalat (Little Gem)

babysalat.gifHerkunft:
Spanien ist die Heimat des Babysalates.

Anbauländer:
Spanien

Artikelbeschreibung:
Beim Babysalat handelt es sich um die Salatherzen einer Art römischen Salates, die besonders knackig und herzhaft erfrischend sind.

Inhaltsstoffe:
Babysalat ist besonders reich an Eiweiß, Kalium, Kalzium, Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C.

Lagerung im Haushalt:
In einer Folie im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Babysalat einige Tage.

Verwendungstipps:
Man verwendet ihn hauptsächlich roh als Salat. Dazu wäscht man den Little Gem und halbiert diesen. Die halben Stücke garniert man je nach Belieben mit Kräutern, Zwiebeln, Sardellenringerln oder Makrelen, sowie Dressing. Eine schnell zubereitete Vorspeise oder Mahlzeit für Zwischendurch.

Küchentipps:
In ein wenig Wasser mit Muskat gedünstet und mit zerlassener Butter übergossen, ergibt der Little Gem auch eine schmackhafte Gemüsebeilage, hier schmeckt er ähnlich wie Kohl.


Blumenkohl (Karfiol)

karfiol.gifHerkunft:
Der Karfiol, auch noch bekannt unter dem Namen Blumenkohl, hat seinen Ursprung im Mittelmeerraum.

Anbauländer:
mittlerweile weltweit kultiviert, wird aber hauptsächlich in Europa und Asien angebaut

Artikelbeschreibung:
Die Rose versteckt sich unter einer dicken Umblattschicht, so dass der optimale Erntezeitpunkt nicht leicht zu erkennen ist. Steht der Kopf zu lange, werden die Rosen grießig und locker. Gehen die Blätter zu weit auf, genügen einige Sonnenstunden und der Karfiol verfärbt sich gelblich. Neben den weißen Karfiolsorten gibt es aber auch Sorten mit violetten und grünen Rosen. Der violette Karfiol wird aber beim Kochen grün.

Inhaltsstoffe:
Wie alle Kohlarten weist der Karfiol einen besonders hohen Vitamin C - Gehalt auf (70mg/100g). 100g Karfiol enthalten nur 22 kcal/94 kJ. Weiters enthält der Karfiol viele Mineralstoffe. Der Wichtigste davon ist Kalium.

Gesundheitstipps:
Karfiol zählt zu den leicht verdaulichsten Gemüsesorten. Er eignet sich hervorragend für Kranken-, Schon- und Diätkost. Bei Freilandblumenkohl bewirkt der Lichteinfall, dass das enthaltene Nitrat besser abgebaut wird.

Einkaufstipps:
Ob ein Karfiol frisch ist oder nicht, erkennt man am Geruch. Riecht er unangenehm, dann ist er alt oder kommt aus dem Kühlregal. An der Farbe dagegen kann man den Frischegrad nicht erkennen.

Lagerung im Haushalt:
Grundsätzlich sollte man Karfiol nicht länger als zwei, drei Tage aufheben, denn auch im Gemüsefach des Kühlschranks wird er sehr schnell welk und penetrant im Geschmack.

Verwendungstipps:
Die Zubereitung macht kaum Arbeit. Die großen dunkelgrünen Blätter sind nicht genießbar, die zarten hellgrünen schon und sie enthalten außerdem noch viele Mineralstoffe. Diese kann man abschneiden und in etwas Butter dünsten. Der Kohlkopf selbst wird vor der Zubereitung gut gewaschen und dann in reichlich Salzwasser gekocht, entweder unzerteilt, oder, wenn er für Salate, Eintöpfe usw. verwendet wird, in einzelne Röschen geteilt. Aber auch als Rohkost roh gerieben ist er sehr beliebt.

Küchentipps:
Verwenden Sie zum Kochen keine Aluminiumtöpfe, darin verfärbt sich der Karfiol grau. Wenn man Zitronensaft in das Kochwasser gibt, bleibt der Blumenkohl weiß.


Bohnen (Fisolen)

fisolen.gifHerkunft:
Die tropischen und subtropischen Waldgebiete Mittel- und Südamerikas sind die Heimat der Bohnen. Im 16. Jh. brachten Seefahrer die Bohnen aus der neuen Welt nach Europa.

Anbauländer:
weltweit

Artikelbeschreibung:
Bohnen wachsen auf Sträuchern und werden nach unterschiedlichen Kriterien unterteilt. Fisolen: rundlicher Querschnitt, länglich und grün
Prinzessbohnen: kurze, grüne Hülsen, werden jung und zart gepflückt
Butterbohnen: gelbe Fisolen
Breite Bohnen: breite, flache bis zu 30 cm lang werdende grüne Bohnen
Haricots verts: stricknadeldünne, rundliche Bohnen ohne Samen im Inneren.

Inhaltsstoffe:
Bohnen enthalten Eiweiß, Kohlehydrate, Mineralstoffe, das Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe, sowie Vitamin C und E. Frische Bohnen sind sehr kalorienarm: 100g haben nur ca. 31 kcal/130 kJ.

Gesundheitstipps:
Bohnen sind besonders resistent gegen schädliche Umwelteinflüsse und nehmen nur wenig Schadstoffe auf, die auch nur auf der Hülse bleiben und durch gründliches Waschen entfernt werden können. Frische Bohnen sind leicht verdaulich, sollten aber nie roh verzehrt werden, da sie Phasin enthalten. Dieses führt zu Magen- und Darmbeschwerden.

Einkaufstipps:
Kaufen Sie nur Bohnen, die straff und knackig sind. Welke Bohnen haben weniger Aroma, weniger Vitamine und brauchen eine längere Garzeit. Außerdem sollten die Bohnen weder braune noch faulige Stellen aufweisen.

Lagerung im Haushalt:
Bohnen sollten nie länger als zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden, da sie sonst schlaff und welk werden. Man könnte sie zwar dann noch in kaltes Wasser legen, damit die Hülsen wieder fest werden, aber einmal verloren gegangene Vitamine und das Aroma bekommt man so auch nicht zurück.

Verwendungstipps:
Bohnen kocht man entweder in wenig Salzwasser oder man gibt sie tropfnass in einen Topf mit etwas Fett und dünstet sie auf kleiner Flamme. Auf jeden Fall sollten sie Bohnen nie ganz weich kochen, damit sie noch Biss haben. Auch sollten sie Bohnen immer mit etwas Fett servieren, denn das unterstreicht ihr ausgezeichnetes Aroma. Man würzt sie mit Petersilie, Bohnenkraut, Basilikum, Knoblauch, Oregano oder Thymian. Aber auch etwas Zitronensaft, Sahne oder das Aroma von Räucherspeck passt gut zu Bohnen.

Küchentipps:
Zu lang gekochte oder zu lang warm gehaltene Bohnen verfärben sich grau-oliv bis gelbgrün. Deshalb: wenn Sie in eine Situation kommen, in der Sie sie einige Zeit vorher garen müssen, kochen Sie die Bohnen nur ganz knapp gar, schrecken Sie sie mit Eiswasser ab, um die Farbe zu stabilisieren, und wärmen Sie sie dann vor dem Servieren in Butter auf.


Brokkoli

broccoli.gifHerkunft:
Der Brokkoli stammt ursprünglich aus Kleinasien. Schon im 18. Jh. war er bei uns ein beliebtes Gemüse, doch war er damals unter dem Namen Bröckelkohl bekannt.

Anbauländer:
Italien, Spanien, Österreich, Frankreich, Deutschland, England, USA

Artikelbeschreibung:
Der Brokkoli ist ein naher Verwandter des Karfiols. Er schmeckt nur würziger und intensiver. Wie beim Karfiol sind die Blütenstiele und die Blütenknospen der essbare Teil. Auf den verzweigten, fleischigen Stielen sitzen die dunkelgrün bis bläulichen Blütenknospen und bilden den Kopf. Im Gegensatz zum Karfiol bedecken die Außenblätter den Kopf nicht, so dass sich der Brokkoli unter Lichteinfluss grün einfärbt. Es gibt jedoch auch Brokkolisorten mit violetten, gelben und weißen Köpfen, diese werden jedoch kaum angeboten.

Inhaltsstoffe:
Hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Eiweiß, Kohlehydraten, Mineralstoffen (Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen), sowie dem Provitamin A, Vitamine der Gruppe B und Vitamin C (114mg /100g). Brokkoli enthält bei weitem mehr Mineralstoffe und Vitamine als Karfiol. Der Nährwert beträgt pro 100g 33 kcal.

Gesundheitstipps:
Brokkoli ist leicht verdaulich und hervorragend für Schonkost geeignet.

Einkaufstipps:
Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass der Brokkoli knackig-frisch ist und keine welken Blätter aufweist. Außerdem sollte er immer dunkelgrün aussehen, denn wenn er gelbliche oder violette Verfärbungen an den Köpfen aufweist, dann beginnt er zu blühen und büßt somit erheblich an Geschmack ein.

Lagerung im Haushalt:
In Folie bei möglichst tiefen Temperaturen bis 1°C hält sich Brokkoli einige Tage.

Verwendungstipps:
Beim Brokkoli können die Stiele und Blätter mitgegessen werden. Wenn man ihn kochen möchte, dann sollten zuerst die Stiele ins kochende Wasser gegeben werden und nach einigen Minuten die Röschen, da sie eine wesentlich kürzere Kochzeit benötigen. Brokkoli lässt sich gut mit anderen Gemüsesorten, wie Spargel, Karotten, Tomaten oder Kartoffeln, kombinieren. Brokkoli schmeckt auch wunderbar mit Schinken und Käse überbacken, oder mit Knoblauch in Öl gedünstet und Zitronensaft beträufelt.

Küchentipps:
Brokkoli lässt sich wunderbar tiefkühlen. Dazu den Brokkoli putzen, zerteilen und rund 3 Minuten blanchieren. So hält er bis zu einem Jahr.

Wie erhält man beim Kochen von Broccoli die schöne grüne Farbe?
Indem man dem Kochwasser einen KL Natron (Speisesoda) zusetzt und das Gemüse nach dem Kochen mit eiskaltem Wasser abschreckt.


Brotwurzel

brotwurzel.gifHerkunft:
Die Brotwurzel ist auch noch unter dem Namen Yam bekannt und stammt vermutlich aus Südamerika.

Anbauländer:
Afrika, Costa Rica, Brasilien, u.v.m.

Artikelbeschreibung:
Die Knollen sehen entfernt Kartoffeln ähnlich und werden wegen ihrer milden, angenehm süßlichen Würze sehr geschätzt. In den Ländern, in denen die Brotwurzel zum täglichen Speisezettel gehört, ersetzt sie wegen ihres hohen Stärkegehaltes die Kartoffel.

Verwendungstipps:
Brotwurzeln werden ähnlich zubereitet und verwendet wie Kartoffeln.

Küchentipps:
Zuerst schält man die Knollen und kocht sie ca. 20 min in Salzwasser. Je nach Verwendung kann man dann nach Bedarf weiter vorgehen. Besonders gut schmecken sie püriert und pikant gewürzt. Aber auch in dünne Scheiben geschnitten und wie Bratkartoffeln geröstet sind sie eine Delikatesse. Mit Äpfel harmoniert dieses Gemüse ebenfalls.


Champignons

champignon.gifHerkunft:
Champignons wurden erstmals in der Zeit des französischen Königs Ludwig XIV in Höhlen außerhalb von Paris kultiviert. Auch heute stammen sie meist aus einer Zucht. Ihre wilden Verwandten sind zwar aromatischer, können aber sehr leicht mit den weißen, giftigen Knollenblätterpilzen verwechselt werden und beinhalten erheblich mehr Schadstoffe.

Anbauländer:
Deutschland, Österreich, Frankreich, Holland, u.v.m.

Artikelbeschreibung:
Es werden 3 Sorten Champignons unterschieden: weiße Champignons mit zartem Aroma, braune (auch rosa) Champignons, die aromatischer sind als die Weißen, und Riesenchampignons mit einem Hutdurchmesser von ca. 10 cm. Bei ganz jungen Pilzen ist der Hut geschlossen, die Lamellen sind hell. Reifere und größere Pilze haben einen geöffneten Hut und dunklere Lamellen.

Inhaltsstoffe:
Champignons sind kalorienarm. In 100g stecken nur ca. 24 kcal. Außerdem enthalten sie noch Eiweiß mit essentiellen Aminosäuren, Vitamin K, D, E und B, Niacin, Kalium und Eisen.

Gesundheitstipps:
Champignons müssen, wie andere Pilze auch, besonders gut gekaut werden, denn sie bleiben lange im Magen liegen. Bei wilden Champignons sollte man darauf achten, nicht zu viel zu essen, da sie sehr gerne gesundheitsschädliche Schwermetalle, wie z.B. Cadmium, speichern.

Einkaufstipps:
Frische Pilze sollten einen festen, straffen Körper (Hut, Stiel, Lamellen) aufweisen, die Hüte dürfen keine Flecken oder Druckstellen aufweisen und die Köpfe sollten am Rand weder welk (kraus) noch faserig sein.

Lagerung im Haushalt:
Champignons sollten möglichst bald nach dem Einkauf verarbeitet werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks kann man sie höchstens 1 bis 2 Tage lagern.

Verwendungstipps:
Champignons schmecken sehr gut als Einlage in klare oder Cremesuppen, gedünstet als Beilage zu Fisch oder Fleisch und in heller oder dunkler Sauce. Thymian, Basilikum, Estragon und Pimpernelle sind Kräuter, die sich sehr gut zum Würzen eignen.

Küchentipps:
Beim Putzen sollten sie nur den unteren Teil des Stiels und eventuell dunkel verfärbte Stellen entfernen. Auf jeden Fall die Pilze trocken putzen und dann nur kurz unter fließendem Wasser waschen. Nicht in Wasser einlegen, da sie sich dann vollsaugen. Das Aufwärmen von Pilzgerichten ist dann kein Problem, wenn man sie sofort nach der Zubereitung in den Kühlschrank stellt. Bei Zimmertemperaturen jedoch zersetzt sich das Pilzeiweiß und wird unbekömmlich.

Wie behalten Champignons ihre weiße Farbe?
Vor dem Kochen oder Braten mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Müssen Champignons gewaschen werden?
Wenn sie nicht erdig sind, genügt die Reinigung mit dem Messer. Wenn sie dennoch gewaschen werden müssen, dann darauf achten, dass sie nur kurz mit dem Wasser in Berührung kommen sonst saugen sie sich mit Wasser voll.


Chicorée

chicoree.gifHerkunft:
Chicorée ist ein sehr junges Gemüse und wurde vor ungefähr 150 Jahren durch einen Zufall in Belgien entdeckt.

Anbauländer:
Deutschland, Belgien, Niederlande, Frankreich

Artikelbeschreibung:
Der Chicorée ist ein naher Verwandter der Endivie. Chicorée wird nur in eigenen Chicorée-Treibereien produziert. Zichoerienwurzeln werden unter völliger Abdunkelung unter lichtundurchlässigen schwarzen Folien gezogen. Innerhalb von rund 4 Wochen bilden sich maiskolbenähnliche Sprossen, die aus vielen dickfleischigen, weißen bis goldgelben Blättern bestehen. Unter Lichteinfall verfärben sich die Chicoréeblätter grün, werden dann bitter und sind nicht mehr genießbar. Chicorée hat einen charakteristischen, feinwürzigen, leicht bitteren Geschmack.

Inhaltsstoffe:
Chicorée ist kalorienarm (13 kcal/ 53 kJ je 100g), aber reich an Mineralstoffen, dem Kohlehydrat Inulin, und ist ein wichtiger Vitaminträger (Provitamin A, B1, B2, C).

Gesundheitstipps:
Chicorée wirkt leicht harntreibend, infolge des Basenüberschusses säurebindend und wird daher für Diabetiker und Rheumatiker empfohlen. Der Bitterstoff Intybin ist für den typischen Geschmack des Chicorée verantwortlich und fördert gleichzeitig die Verdauung.

Einkaufstipps:
Grüne Verfärbungen deuten auf falsche Lagerung und zuviel Bitterstoffe hin. Braune faulige Flecken sind Zeichen von Überlagerung. Die Kolben sollten fest und geschlossen sein und die Blätter sind weiß und haben gelbliche Spitzen.

Lagerung im Haushalt:
Einen frischen Chicorée-Kolben kann man problemlos bis zu acht Tage aufheben. Er muss nur in Papier verpackt, dunkel, luftig und kühl gelagert werden, da sonst seine Blätter grün werden und einen bitteren Geschmack bekommen.

Verwendungstipps:
Chicorée schmeckt roh als Salat, aber auch gedünstet als Gemüse sehr gut. Roh verträgt er sich mit allen Winterfrüchten und mit Nüssen, aber auch mit Tomaten, Pilzen, Käse und Schinken. Man würzt ihn mit Zitronensaft, Pfeffer, Petersilie, Muskat, Curry, Ingwer oder Kardamon.

Küchentipps:
Das Wurzelende wird etwa 1 cm dick abgeschnitten und eventuell kann man auch den ca. 2 cm langen Keil am Wurzelende entfernen. Für Salate schneidet man ihn in Streifen und zum Dünsten halbiert man ihn der Länge nach. Einmal geschnittenen Chicorée sollte man nicht lange in Wasser liegen lassen und sofort weiterverarbeiten, da er sich sonst verfärbt. Auch das Verwenden von Eisengefäßen ist bei der Zubereitung von Chicorée eher nachteilhaft, da sich das Gemüse dann schwarz verfärbt.


Chili

chili.gifHerkunft:
Chilis, auch noch Peperoni oder Feuerschoten genannt, kommen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Kolumbus brachte die Pflanze nach Europa.

Anbauländer:
Mittelmeerraum, Afrika, Asien

Artikelbeschreibung:
Sie gehören zur Familie der Nachtschattengewächse, die Sträucher werden bis zu zwei Meter hoch. Ihre Blätter sind ca. 10 cm lang, fest und oval. Sie blüht, je nach Sorte im Frühling oder im Sommer. Es soll inzwischen an die 6000 Arten von Chilis geben, in unterschiedlichsten Farben, Formen, Größen und natürlich auch Schärfegraden. Chilis werden frisch, getrocknet oder eingelegt gegessen.

Gesundheitstipps:
Die kleinen scharfen Früchte haben eine kräftigende und aseptische Wirkung. Sie sind ein Vitamin C-Spender und enthalten Carotinoide, wodurch sie entzündungshemmend wirken. Sie regen den Kreislauf an, fördern die Durchblutung und die Verdauung. Durch das enthaltene Capsaicin werden Endorphine ausgeschüttet, was die Schmerzempfindlichkeit vermindert. Chilis haben eine leicht blutverdünnende Wirkung und sind bei Krampfadern und Neigung zu Thrombosen einsetzbar. Allerdings: Chilis können durchaus den Mund ernsthaft verbrennen und ganz erhebliche Magen- und Verdauungsbeschwerden auslösen.

Verwendungstipps:
Chilis geben allen Speisen die nötige Schärfe! Zum Beispiel wird Tabasco-Sauce aus roten Chilis und Essig hergestellt. Auch das ungarische Nationalgericht, das scharfe Gulasch, ist ein typisches Gericht in dem Chilis verwendet werden.

Küchentipps:
Wenn man die Schärfe etwas vermindern möchte, muss man unbedingt die kleinen Kerne im Inneren entfernen.

Wie wird eine Chilischote etwas weniger scharf?
Die Chilischote der Länge nach Aufschlitzen und die kleinen Kerne entfernen. Danach die Hände gut waschen!


Chinakohl

chinakohl.gifHerkunft:
Chinakohl gehört zum Kohlgemüse und stammt ursprünglich aus Nordchina.

Anbauländer:
Österreich, Holland, Spanien, Italien

Artikelbeschreibung:
Die Blätter des Chinakohl bilden einen länglichen oder ovalen, lockeren Kopf. Die Blätter sind etwas rau und sortenabhängig gelb bis dunkelgrün, im Inneren gelb bis goldgelb. Die knackigen Blätter sind zart und mild im Geschmack und leicht kohlartig.

Inhaltsstoffe:
Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Eiweiß, Kohlehydrate, Aminosäuren, Senföl, Mineralstoffe, sowie reichlich Provitamin A und Vitamin C. Der Chinakohl ist gerade im Winter ein besonders wichtiger Vitaminspender.

Gesundheitstipps:
Im Gegensatz zu anderen Kohlarten ist Chinakohl leicht verdaulich, bläht nicht und ist schonkostgeeignet (wie Broccoli).

Einkaufstipps:
Ob Chinakohl frisch ist, erkennt man daran, dass seine Blätter noch fest geschlossen und auch nicht weich sind. Die gelblich bis hellgrüne Farbe der Blätter ist normal.

Lagerung im Haushalt:
In Folie gewickelt hält der Chinakohl ohne Probleme zwei Wochen im Kühlschrank.

Verwendungstipps:
Chinakohl schmeckt roh als Salat sehr gut. Er kann aber auch als Warmgemüse zubereitet werden.

Küchentipps:
In Milch gedämpft ist Chinakohl besonders schmackhaft!


Eichblattsalat

eichblattsalat.gifHerkunft:
Erst in jüngster Zeit in Europa entstanden, stellt er eine wertvolle Bereicherung des Salatangebotes dar.

Anbauländer:
Österreich, sowie in den meisten Ländern Europas

Artikelbeschreibung:
Seinen Namen verdankt der Eichblattsalat der typischen Form seiner Blätter, die lang, schmal und unregelmäßig gezackt an die Blätter einer Eiche erinnern. Die Farbe der Blätter ist hell- bis dunkelgrün, zum Blattrand hin rötlich braun. Sein frischer Geschmack erinnert an junge Haselnüsse und wird als äußerst angenehm empfunden.

Inhaltsstoffe:
Eichblattsalat enthält, wie die verwandten Salatarten im wesentlichen die Mineralstoffe Kali, Calcium, Phosphor, Provitamin A, und die Vitamine B1, B2, und C.

Gesundheitstipps:
Dank seiner wertvollen Nährstoffe ist er ein sehr gesundes Gemüse.

Lagerung im Haushalt:
Optimale Bedingungen für die kurzfristige Lagerung hat der Eichblattsalat in einem Plastiksack im Gemüsefach des Kühlschranks.

Verwendungstipps:
Zum Verzehr entfernt man die äußeren Blätter, schneidet das Strunkende ab, wäscht ihn und richtet ihn ganz normal als Salat an.

Küchentipps:
Vorsicht ist geboten, bei gleichzeitiger Verwendung mit Paprika und Zwiebel, da sie den zarten Eigengeschmack des Eichblattsalates überdecken.


Eisbergsalat

eisbergsalat.gifHerkunft:
Die Heimat des Eisbergsalates ist Kalifornien. Da er dort nach der Ernte in Waggons, damals noch ohne Maschinenkühlung aber mit großen Eisblöcken, über hunderte und tausende Kilometer transportiert wurde, bekam er so seinen Namen.

Anbauländer:
Österreich, Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, USA

Artikelbeschreibung:
Der Eisbergsalat bildet große, runde und fest geschlossene Köpfe mit bis zu 20 cm Durchmesser und einem Gewicht von bis zu 1000g. Die Blätter sind hart, fleischig und knackig. Die Farbe ist je nach Sorte hell- bis dunkelgrün, es gibt aber auch rote Sorten, die aber selten angeboten werden.

Inhaltsstoffe:
Der Eisbergsalat enthält vor allem Mineralstoffe, organische Säuren und Vitamine.

Gesundheitstipps:
Aufgrund des geringen Kaloriengehaltes ist dieser Salat besonders für Diäten geeignet.

Einkaufstipps:
Beim Einkauf darauf achten, dass der Salatkopf fest ist und keine braunen oder bereits faulenden Blätter zu sehen sind. Salatköpfe, bei denen die Blätter nur lose anliegen, stammen meist aus dem Gewächshaus.

Lagerung im Haushalt:
In eine Folie gewickelt hält sich der Eisbergsalat eine Woche und länger im Gemüsefach des Kühlschranks.

Verwendungstipps:
Zum Verzehr wäscht und mariniert man ihn wie normalen Salat.

Küchentipps:
Eisbergsalat kann im Gegensatz zu Kopfsalat schon einige Stunden vor dem Verzehr mariniert werden ohne zusammenzufallen.


Endiviensalat

endiviensalat.gifHerkunft:
Die Heimat des Endiviensalates erstreckt sich vom Mittelmeergebiet bis Zentralasien.

Anbauländer:
Österreich, Italien, Frankreich, Niederlande und USA

Artikelbeschreibung:
Botanisch ist der Endiviensalat mit dem Chicorée verwandt. Die grünen Blätter bilden einen halb geschlossenen, mehr oder weniger gefüllten Kopf mit gelben Herzen. Der Milchsaft mit den darin enthaltenen Bitterstoff Inulin ist verantwortlich für den würzig-herzhaften Bittergeschmack.

Inhaltsstoffe:
Neben Kohlehydraten und Eiweiß ist vor allem der hohe Gehalt an Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Kalzium und Eisen sowie Provitamin A und den Vitaminen B1, B2, B6 und C erwähnenswert.

Gesundheitstipps:
Dem Bitterstoff Inulin wird eine galle-, harntreibende und appetitanregende Wirkung zugeschrieben.

Einkaufstipps:
Achten Sie darauf, dass die Salatblätter nicht stumpf oder gar verwelkt sind.

Lagerung im Haushalt:
Endiviensalat kann in einem Plastikbeutel im Gemüsefach ohne nennenswerten Qualitätsverlust für 2-3 Tage gelagert werden.

Verwendungstipps:
Endiviensalat wird hauptsächlich roh als Salat oder wie andere Rohkostspeisen zubereitet.

Küchentipps:
Man kann zu Hause durch dunkle Lagerung das Gelbwerden noch fördern.


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