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Die Ernährungstipps von Uschi Christl und Christian Putscher zeigen, wie man sich im Berufsalltag gesund ernähren kann. Da ist vor allem "Fast Food" ein heißes Thema.
Keine Erfindung unserer Zeit
Fast Food ist keine Erfindung unserer Zeit, schon in der Antike waren die Vorläufer der Schnellrestaurants verbreitet. Bei olympischen Spielen zum Beispiel wurden Fleischspieße verkauft und bei Markständen wurden Würstel und Gebäck angeboten. Hier ist aber vom "klassischen" Fast Food die Rede. Also von Hamburgern, Pommes Frites , Chicken Nuggets, Kebab, Sushi, Würsteln und Pizzaschnitten.
Viel Gebackenes und Frittiertes
Im Allgemeinen wird für Fast Food-Gerichte kein reines Fleisch verwendet, dafür viel Gebackenes und Frittiertes und wenig Ballaststoffe. Die gesunde Ausnahme ist Sushi.
Die Menge macht den Dickmacher
Dem immer häufigeren Verzehr von Fast Food wird Schuld daran gegeben, dass die Zahl der fettleibigen Menschen in der sogenannten ersten Welt stetig zunimmt. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Aber wie ungesund Fast Food wirklich ist und wie dick es macht, hängt vor allem davon ab, wie man sich sonst ernährt, also wie oft man Hamburger und Pizzaschnitten isst.
Weder kalorienarm noch besonders gesund
Einmal pro Woche eine klassische Fast Food-Mahlzeit - dagegen ist nichts zu sagen. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass die üblichen Fast Food-Zutaten weder kalorienarm noch besonders gesund sind.
Tipp: Zusätzliche Vitaminzufuhr
Wer auf Hamburger und Pommes Frites nicht verzichten möchte und trotzdem Wert auf gesunde Ernährung legt, kann mit ein paar Gemüsestückchen für zusätzliche Vitaminzufuhr sorgen. Ein Körbchen mit Cocktailtomaten ist schnell organisiert, übersteht auch einen Tag ohne Kühlschrank und passt gut zu Fast Food.
Hamburger
Die weichen, weißen Brotlaiberl mit den Fleischlaiberln drinnen sind der Inbegriff des klassischen Fast Food. Zugleich haben sie wohl den schlechtesten Ruf, wenn es ums schnelle Essen geht.
Supersize Me
Dazu hat sicher auch der Film "Supersize Me" beigetragen. Er zeigt, wie sich ein Mann einen Monat lang nur von McDonald's-Produkten ernährt und immer dann, wenn ihm eine Supersize Portion angeboten wird, diese größtmögliche Portion auch annimmt. Und genau da liegt das Problem - in der Menge. Kein Wunder, dass die Pointe des Films war, dass der Mann gesundheitliche Probleme bekam.
Was ist ein Hamburger?
Die Informationen auf dieser Seite gehen von folgender Definition eines Hamburgers aus: Ein Hamburger ist ein helles Bun (weiches Weißbrot) mit einem Fleischlaiberl und etwas Ketchup. Für sich betrachtet ist ein Hamburger vom Fettgehalt nicht so problematisch, allerdings auch nicht besonders sättigend. Ein durchschnittlicher Hamburger hat circa 250 kcal und circa 10 g Fett.
Die Saucen sind der Hammer
Das Problem beim Hamburger sind die Menge und die Saucen. Vor allem Mayonnaise verändert den Fettgehalt des Fast Food- Klassikers ganz entscheidend. Vorsicht! Der große Bruder des Hamburgers mit zwei Fleischlaiberln und Mayonnaise hat ungefähr doppelt soviele Kalorien und dreimal soviel Fett wie ein normaler Hamburger!!!
Fisch ist nicht der Ausweg
Ins Fettnäpfchen tritt auch, wer den Burger mit Fischlaiberl wählt, denn das Fischlaiberl ist frittiert und damit besonders fettreich.
Tipp: Salat passt auch dazu
Statt Pommes Frites zum Hamburger ein Salat. Damit wird die Fast Food-Mahlzeit sättigender und durch die Ballaststoffe im Salat auch besser verdaulich.
Pommes Frites
Frittierte Erdäpfel haben mindestens zehn mal soviel Fett, wie gedämpfte Erdäpfel. Das heißt mindestens 1000 Prozent mehr!
Dünner macht nicht dünner
In den letzten Jahren wurde viel über Acrylamid, also Schadstoffe, die bei starker Erhitzung von Erdäpfeln entstehen, diskutiert. Viel war auch über die ungesunden Transfette, die sich beim Frittieren bilden können, zu lesen. Was Transfette und Acrylamid betrifft, hat sich in letzter Zeit viel zum Positiven verändert, aber unterm Strich bleibt, dass Pommes Frites äußerst kalorienreich sind. Je feiner die Pommes Frites geschnitten sind, desto fetter und damit kalorienreicher sind sie.
Bis zu 20 Prozent Fett
Pommes Frites, die im Restaurant oder beim Imbissstand gekauft werden, enthalten bis zu 20 Prozent Fett. In Pommes Frites, die aus dem Backofen kommen, steckt deutlich weniger Fett. Meist nicht mehr als 8 Prozent, wenn kein zusätzliches Fett bei der Zubereitung verwendet wird.
Nicht zu unterschätzen
Eine mittlere Portion Pommes Frites hat circa 320 bis 400 kcal. Das entspricht 40 Erdäpfelchips oder einem gegrillten Steak mit einem großen Erdapfel.
Ketchup und die "freien Radikale"
Wer Ketchup zu den Pommes Frites isst, nimmt pro Portion einen Teelöffel Zucker extra zu sich. Der natürliche rote Farbstoff im Ketchup (Lycopin) sorgt aber auch dafür, dass die schädlichen Fette im Fast Food etwas eingebremst werden. Die rote Farbe der Paradeiser wirkt als Antioxidans (Stoff, der "Freie Radikale" im Körper unschädlich macht).
Tipp: Dicker ist besser
Je dicker die Pommes Frites sind, desto weniger Acrylamid und desto weniger Fett steckt in ihnen.
Chicken Nuggets
Die goldbraunen Stückchen aus Hühnerfleisch und Panier haben sich seit ihrer Erfindung vor mehr als zwanzig Jahren zum großen Hit vor allem für Kinder entwickelt.
Fettarmes Hühnerfleisch
Gegen die Grundzutat, das fettarme Hühnerfleisch, wäre nichts einzuwenden. Problematisch werden die kleinen Hühnerfilets erst durch die Panier beziehungsweise das Frittieren.
Enorme Fettmengen durch das Frittieren
Das besondere Problem bei den Chicken Nuggets ist, dass jedes kleine Stückchen extra frittiert wird. Das bedeutet, dass jedes Stück eine enorme Menge von Fett aufnimmt. Würde man ein großes Stück Hühnerfleisch, das gleich schwer wie sechs kleine Stückchen ist, Panieren und frittieren würde es weit weniger Fett aufnehmen als die Nuggets.
Und wieder: die Saucen!
Wer Chicken Nuggets liebt, taucht sie meist in eine Sauce. Diese Saucen beeinhalten sehr viel Zucker. So werden die Hühnerstücke zusammen mit der Sauce zu einer Fett-Zucker-Bombe und sind damit eine ideale Kombination um dick zu werden. Wer 9 Stück Hühner Nuggets und dazu eine mittlere Portion Pommes Frites isst, nimmt damit die Hälfte des gesamten Tagesbedarfs an Fett zu sich.
Grillhenderl wäre gesünder
Wenn man bedenkt, dass Hühnerfleisch maximal 2 Prozent Fett hat und Hühner Nuggets 12 Prozent Fett haben, wäre ein Grillhenderl ganz klar die gesündere Alternative. Vor allem, wenn die fette Haut des Grillhenderls zum Großteil nicht gegessen wird.
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