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Das kleine Ei x Eins Drucken E-Mail
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Dienstag, 30. Mai 2006
Beitragsinhalt
Das kleine Ei x Eins
Das Wunder Ei
Güte und Gewichtskassen
Ei und Packungskennzeichnung
Vitamine, Nähr- u. Inhaltstoffe
Ei und Colesterin
Salmonellen und Hygiene
Wie schützt man sich vor Salmonellen?
Frischetipps
Haltungsformen der Hennen

Ei und Colesterin

22116 Keine Angst vor Cholesterin!

Eine zur Zeit immer beliebtere Bezeichnung von Lebensmitteln ist "Functional food". Es steht für Lebensmittel, die mit aktiven gesundheitsunterstützenden Nährstoffen das physische Wohlbefinden stärken. Dazu gehört neben den Tomaten auch das Ei.

Ist das Ei eine tickende Cholesterinbombe?

Nein! Sagen neueste Studien. Der gesunde menschliche Organismus managt den Cholesterinspiegel selbst. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen LDL (Low Density Lipids können stoffwechselmäßig negativ wirken) und HDL (High Density Lipids können dafür sorgen, dass überschüssiges Fett aus dem Blut und den Gefäßwänden zum Abbauort Leber wegtransportiert wird).

Cholesterin (Cholesterol) ist als Grundbaustein für körpereigene Steroidhormone, Gallensäuren und als Bestandteil der Zellwände lebensnotwendig. Und nicht zu vergessen, Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin. Während das HDL-Cholesterin als Schutzfaktor gegen Gefäßerkrankungen dient, kann sich LDL-Cholesterin an den Innenwänden der Blutgefäße ablagern und so zu ihrer Verengung führen. Entscheidend ist daher letztlich immer das Verhältnis von LDL zu HDL!

Ausgeglichene Ernährung, regelmäßig viel Bewegung und eine stressvermeidende Lebensweise fördern den Anteil von HDL und somit ein erfolgreiches Leben in Gesundheit. Es ist daher nicht ganz verständlich, wenn Eier wegen des Cholesterins allzu schnell auf die schwarze Liste in der Ernährung verbannt und rund um Ostern begnadigt werden.

Aktuelle Studie 

Dem Geheimnis des Cholesterins im Ei auf der Spur wurde eine der aufwändigsten Untersuchungen an der Harvard Universität durchgeführt. Erste Ergebnisse wurden 1999 veröffentlicht und revolutionierten die bisherigen Meinungen:

38.000 Männer und 80.000 Frauen wurden in einer Langzeitbeobachtungs-Studie auf mögliche Einflüsse und Risiken durch den Eierkonsum hin untersucht.

Das Ergebnis:
Egal, ob sich Menschen kasteien und weniger als ein Ei in der Woche konsumieren oder Eier im Glas, in der Pfanne, im Kuchen, im Frühstücksei-Becher oder wo auch immer verzehren - ein Zusammenhang mit dem Herzinfarktrisiko lässt sich nicht nachweisen und auch sonst ließen sich keine negativen Einflüsse signifikant belegen.

Quelle: Hu FB, Stampfer MJ, Rimm EB, et al. A prospective study of egg consumption and risk of cardiovascular disease in men and women. JAMA 1999;281:1387-94.

Übrigens, haben Sie gewusst: Japaner essen fast täglich ein Ei und haben laut Statistik eine der niedrigsten Quoten an Herz- und Kreislauferkrankungen.

 



Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 6. Februar 2007 )
 
 
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