Herkunft:
Die Heimat des Kohlrabi liegt vermutlich in Nordeuropa.
Anbauländer:
Österreich, Deutschland, Niederlande, Italien, Schweiz
Artikelbeschreibung:
Im Gegensatz zu anderen Kohlgewächsen entwickelt sich der Kohlrabi nicht aus den Blättern, wie z.B. Weiß- oder Rotkraut und auch nicht aus den Blüten wie Karfiol und Broccoli sondern aus den unteren Teilen der Sproßachse. Es handelt sich um eine zweijährige Pflanze deren Strunk durch Verdickung des Markkörpers eine massive weißlich bis kräftig grün, rötlich oder violettblau gefärbte sogenannte Sprossknolle bildet. Die Färbung ist abhängig vom Anthocyangehalt, und hat keinen Einfluss auf den Geschmack. Der typische etwas süßliche leicht nussartige Geschmack des Kohlrabis ist im wesentlichen auf seinen Gehalt an Senfölglykosiden zurückzuführen.
Inhaltsstoffe:
Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Kohlehydrate, Eiweiß, Calcium, Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen sowie die Vitamine B1, B2, B6 und ca. 63mg Vitamin C pro 100g.
Gesundheitstipps:
In den Blättern stecken weitaus mehr Nährstoffe, insbesonders der Mineralstoff Phosphor und Carotinoide.
Einkaufstipps:
Die Knollen, am besten mit einem Durchmesser von 8 - 9 cm, sollten hell, fest, mit leicht glänzender Außenhaut sein und ohne rissige oder schorfige Stellen. Außerdem müssen die Blätter einen frischen Eindruck machen, dann kann man relativ sicher sein, dass der Kohlrabi nicht schon holzig ist.
Lagerung im Haushalt:
Kohlrabi ist im Gemüsefach des Kühlschranks, ohne Blätter, 2 - 3 Tage haltbar. Die zarten Blätter sollte man separat in einen verschlossenen Plastikbeutel geben.
Verwendungstipps:
Kohlrabi schmeckt wunderbar als Rohkost, mit einer Essig-Nuss-Öl-Sauce oder mit Blattsalaten und gehackten Nüssen und einer Jogurtsauce. Auch als Gemüsebeilage mit Erbsen, Karotten und Spargel wird er gerne genossen. Generell verträgt Kohlrabi nur eine sehr feine Würze: weißer Pfeffer, Zitronensaft, ein Hauch von Muskat, eine Prise Zucker, gehackte Petersilie oder Kerbel, Dill und Estragon.
Küchentipps:
Zum Putzen werden die Blätter direkt am Stiel von der Knolle abgeschnitten. Auch am oberen und unteren Ende sollte jeweils eine Scheibe abgeschnitten werden. Freilandkohlrabi sollte immer geschält werden, bei jungem Treibhauskohlrabi ist es nicht immer notwendig. Danach schneidet man ihn je nach Bedarf in Scheiben, Streifen oder Würfel. Möchte man den Kohlrabi füllen, höhlt man ihn mit einem Teelöffel oder Melonenstecher aus. Da die Blätter ebenfalls sehr wertvoll sind, sollte man besonders die jungen Herzblätter aufheben und gehackt über das fertige Gericht streuen.
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