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Reis - Ein Korn macht Karriere.
Reis gehört heute zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der Welt. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt von Reis.
Ursprung und Entstehung von Reis
Glaubt man einer Legende, verdankt die Menschheit den Reis dem indischen Gott Shiva. Südostasien, das Himalaja-Gebiet und China gelten als die Ursprungsländer des Kulturreisanbaus, der bis auf 2800 v. Chr. zurückgeht.
Herkunft und Anbau von Reis
Reis wird heutzutage größtenteils in Asien und Amerika angebaut. So sind heute Thailand sowie Süd- und Mittelamerika die weltgrößten Reisexporteure.
Reis lässt sich nicht an jedem Ort anbauen. Er liebt Wärme und braucht während der Blütezeit mindestens 30 bis 35° Celsius. Auch mit dem nassen Element ist Reis eng verbunden.
Er möchte direkt aus dem Wasser wachsen, denn das Wasser gibt ihm Nahrung, sorgt für gleichmäßige Temperatur und unterdrückt das Unkraut. Die Reispflanze erreicht ca. 80 bis 120 cm Höhe.
Ernte und Verarbeitung von Reis
Nach etwa 100 bis 250 Tagen ist das Reiskorn reif für die Ernte. Die Felder werden daher einige Tage vorher trocken gelegt, um sie mit Mähdreschern bearbeiten zu können. In Asien wird der Großteil der Ernte auch heute noch händisch, ohne technische Hilfsmittel eingebracht.
Das noch nicht enthülste Reiskorn kommt zum Trocknen in sich drehende, mit Heißluft beheizte Drahtgeflechttrommeln. Anschließend wird das Korn mit Bändern geschliffen, gesiebt, gesäubert, poliert und schließlich noch einmal sortiert.
Bei Markenqualität bedient man sich eines Sortierverfahrens, bei dem jedes einzelne Korn an einer Lichtschranke vorbeigeführt wird und unsaubere Körner mit Hilfe eines Lichtstrahls entfernt werden.
Reis - von Natur aus gesund
Reis ist ein echtes Geschenk der Natur und durch und durch gesund. Jede Reisart liefert vor allem Kohlehydrate in Form von Stärke und hat zudem wertvolles Eiweiß zu bieten, das sich ideal mit dem anderer Nahrungsmittel ergänzt.
Ungeschälter Reis bietet zusätzlich lebenswichtige Vitamine und zahlreiche Mineralstoffe wie z.B. Kalium und Phosphor. Außerdem trägt Reis mit seinen Ballaststoffen dazu bei, dass die menschliche Verdauung gesund und funktionstüchtig bleibt.
Lagerung und Aufbewahrung von Reis
Reis sollte in einer luftdurchlässigen Packung, kühl und trocken gelagert werden. Von geruchsintensiven Produkten wie etwa Seife sollte man Reis auf jeden Fall fernhalten, denn er nimmt diese Gerüche leicht an.
Reis braucht keine Dunkelheit, er ist nicht lichtempfindlich. Bei ordnungsgemäßer Lagerung ist Reis bis zu 18 Monate haltbar.
Reisarten: Reis wächst weltweit in einer Artenvielfalt von hunderten von Sorten. Jeder der einzelnen Sorten verfügt über einen typischen unverwechselbaren Geschmack:
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1. Langkorn-Reis (Patna): Milchig weiße, geschälte Reiskörner, die in Salzwasser gekocht oder gedünstet werden. Ideal, wenn lockerer, körniger Reis gewünscht ist, etwa für Salate, Beilagen und Pilaws.
2. Rundkorn-Reis: Die kurzen, stärkehaltigen Körner sind ideal für alle Gerichte, bei denen Bindung erwünscht ist, z. B. pikante und süße Aufläufe, Knödel, cremiger Milchreis. Kann auch für Risotti verwendet werden. |
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3. Parboiled-Reis: Vor dem Schälen werden die in den Randschichten enthaltenen wertvollen Vitamine und Mineralstoffe mittels eines speziellen Druckverfahrens in das Innere des Korns transportiert. Bleibt beim Kochen körnig.
4. Risotto-Reis: Spezielle Rund- und Mittelkorn-Sorten aus Italien, die beim Kochen Stärke abgeben. Die bekanntesten sind Arborio, Carnaroli, Vialone nano. |
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5. Naturreis: Ungeschälter, besonders nähr- und ballaststoffreicher, würzig schmeckender Reis, den es als Lang- oder Rundkorn gibt. Er braucht länger als geschälter Reis, um weich zu werden, und er sollte erst nach dem Kochen gesalzen werden.
6. Wildreis: Der Samen eines in Nordamerika wachsenden Grases hat ein würziges Aroma, kann pur oder mit weißem Reis gemischt zubereitet werden. Wildreis wird 30-45 Minuten in Salzwasser gekocht. |
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7. Basmati-Reis: Hochwertiger Langkornreis mit einem besonders zarten Duft. Ideal als Beilage und für exotische Reisgerichte. Während des Garens möglichst nicht umrühren, damit die zarten Körner nicht brechen und möglichst keine Stärke austritt. Basmati soll locker und körnig sein. |
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